In Brandenburg dauert der Großeinsatz der Feuerwehr nahe der Gemeinde Gräben weiter an. Obwohl die offenen Flammen weitgehend unter Kontrolle sind, kämpfen die Einsatzkräfte weiterhin gegen Glutnester, schwelende Holzstapel und die Gefahr eines erneuten Aufflammens. Die Löscharbeiten wurden die ganze Nacht fortgesetzt, am Sonntagmorgen rückten zusätzliche Feuerwehrkräfte an. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf maz-online.
Nach bisherigen Angaben wurden rund 42 Hektar landwirtschaftliche Flächen sowie etwa 17 Hektar Wald zerstört. Insgesamt erstreckte sich der Brand auf nahezu 60 Hektar.
Extreme Hitze und starker Wind beschleunigten die Ausbreitung des Feuers
Das Feuer war am Samstag zunächst auf einem Feld ausgebrochen. Begünstigt durch Temperaturen von über 40 Grad und starken Wind breitete sich der Brand rasch auf angrenzende Waldflächen aus. Am Abend verschärften Windböen im Zusammenhang mit einem Gewitter die Lage zusätzlich.
Besonders problematisch waren Rückstände früherer Holzfällarbeiten. Trockene Äste, Holzreste und aufgeschichtete Baumstämme dienten den Flammen als zusätzliche Brandlast. Mehrere Holzpolter wurden vollständig vom Feuer erfasst, wodurch sich die Löscharbeiten erheblich erschwerten.
Spezialfahrzeuge und Drohnen unterstützen die Löscharbeiten
Da im Waldgebiet kaum Wasserentnahmestellen vorhanden sind, wird Löschwasser mit Tanklöschfahrzeugen an die Einsatzorte transportiert. Zum Einsatz kam unter anderem ein Spezialfahrzeug mit einem Fassungsvermögen von rund 12.000 Litern Wasser. Zusätzlich unterstützte die Berufsfeuerwehr Brandenburg an der Havel den Einsatz mit weiteren Großtanklöschfahrzeugen.
Zur Lageerkundung setzte die Feuerwehr außerdem eine Drohne mit Wärmebildtechnik ein. Dadurch konnten versteckte Glutnester auch während der Nacht lokalisiert werden. Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte zudem von Landwirten aus der Region, die beim Anlegen von Brandschutzstreifen halfen.
Feuerwehr arbeitet unter extremen Bedingungen
Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren rund 200 Einsatzkräfte sowie etwa 30 Feuerwehrfahrzeuge vor Ort. Unterstützung kam unter anderem aus Ziesar, Wiesenburg, Bad Belzig, Wusterwitz und weiteren umliegenden Gemeinden.
Die Feuerwehrleute arbeiteten stundenlang bei Temperaturen von rund 42 Grad Celsius in schwerer Schutzkleidung. Neben der Bekämpfung der offenen Flammen mussten Waldboden, Holzreste und die Bereiche rund um die Holzstapel intensiv bewässert werden, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. Während der Nacht wurde die Zahl der Einsatzkräfte reduziert, gleichzeitig blieben ausreichend Feuerwehrleute vor Ort, um die Brandstelle zu sichern und den nächsten Löscheinsatz vorzubereiten.
Brandursache noch ungeklärt
Nach Angaben der Einsatzleitung wurden bislang keine Verletzten gemeldet. Die Ursache des Brandes ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Sollte sich die Wetterlage nicht weiter verschlechtern, hofft die Feuerwehr, den Brand im Laufe des Sonntags vollständig unter Kontrolle zu bringen.
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