Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, wird ihr Amt Ende August 2026 niederlegen. Als Grund für ihre Entscheidung nannte sie den Wunsch, mehr Zeit mit ihrer Familie und ihren beiden kleinen Kindern zu verbringen. US-Präsident Donald Trump bestätigte ihren Rückzug und erklärte, dass er diesen Schritt vollständig unterstütze. Gleichzeitig beendet Leavitt ihre Zusammenarbeit mit dem Präsidenten nicht: Künftig soll sie Trump als externe Beraterin zur Seite stehen. Wer ihr im Weißen Haus nachfolgen wird, ist bislang nicht bekannt. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf zdfheute.
Warum Karoline Leavitt das Weiße Haus verlässt
Leavitt gab ihre Entscheidung in den sozialen Netzwerken bekannt. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes und ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz habe sie erkannt, dass sich die intensive Tätigkeit als Sprecherin des Weißen Hauses nur schwer mit ihren Aufgaben als Mutter vereinbaren lasse.
Im Mai 2026 brachte Leavitt eine Tochter zur Welt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Nicholas Riccio hat sie außerdem einen Sohn. Nach einer kurzen Auszeit kehrte sie zunächst in ihre Funktion im Weißen Haus zurück, entschied sich später jedoch, ihre Arbeit in der Regierung zu beenden.
Leavitt erklärte, das Amt verlange sehr viel Zeit, Energie und ständige Verfügbarkeit. Nach der Geburt ihrer Tochter hätten sich ihre familiären Prioritäten verändert. Die Entscheidung, das Weiße Haus zu verlassen, sei ihr deshalb nicht leichtgefallen.
Ihr letzter Monat als Sprecherin wird damit der August sein. Ein konkretes Datum für ihr Ausscheiden wurde bislang nicht genannt.
Donald Trump unterstützt Leavitts Entscheidung
US-Präsident Donald Trump bestätigte den bevorstehenden Rücktritt seiner Sprecherin auf seiner Plattform Truth Social. Er erklärte, dass er ihren Wunsch, mehr Zeit mit ihren Kindern und ihrer Familie zu verbringen, nachvollziehen könne und respektiere.
Gleichzeitig machte Trump deutlich, dass Leavitt Teil seines politischen Umfelds bleiben soll. Nach ihrem Ausscheiden aus der Regierung soll sie als externe Beraterin tätig sein und den Präsidenten weiterhin in politischen und kommunikativen Fragen unterstützen.
Nach Angaben Trumps soll Leavitt zudem eine wichtige Rolle im Umfeld der Republikanischen Partei spielen. Besonders mit Blick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen zum US-Kongress rechnet der Präsident weiterhin mit ihrer Unterstützung.
Wer Karoline Leavitt ersetzen wird
Zum Zeitpunkt der Ankündigung hatte das Weiße Haus noch keinen Nachfolger beziehungsweise keine Nachfolgerin für Leavitt benannt. Damit ist bislang offen, wer nach ihrem Ausscheiden die tägliche Kommunikation der Trump-Regierung mit Journalisten übernehmen wird.
Während Leavitts Abwesenheit nach der Geburt ihrer Tochter waren bei einzelnen Auftritten auch andere hochrangige Regierungsvertreter stärker in die Kommunikation eingebunden. Eine offizielle Personalentscheidung für das Amt des Pressesprechers steht jedoch noch aus.
Bis zu ihrem angekündigten Ausscheiden bleibt Leavitt weiterhin offiziell Sprecherin des Weißen Hauses und nimmt ihre Aufgaben innerhalb der Regierung wahr.
Die jüngste Sprecherin in der Geschichte des Weißen Hauses
Karoline Leavitt gehörte bereits vor Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus zu den bekanntesten Kommunikationsverantwortlichen seines politischen Teams. Im Präsidentschaftswahlkampf 2024 arbeitete sie als Sprecherin für Trump. Nach seinem Wahlsieg übernahm sie außerdem Aufgaben innerhalb des Übergangsteams.
Im November 2024 kündigte Trump an, Leavitt zur Sprecherin des Weißen Hauses zu ernennen. Nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 übernahm sie offiziell die Kommunikation mit der Presse.
Damals war Leavitt 27 Jahre alt. Damit wurde sie zur jüngsten Person in der Geschichte der Vereinigten Staaten, die das Amt der Sprecherin beziehungsweise des Sprechers des Weißen Hauses übernahm.
Bereits zuvor hatte sie Erfahrungen im politischen Kommunikationsbereich gesammelt. Unter anderem arbeitete sie während Trumps erster Amtszeit im Weißen Haus und war später Kommunikationsdirektorin der republikanischen Kongressabgeordneten Elise Stefanik.
2022 kandidierte Leavitt selbst für einen Sitz im US-Repräsentantenhaus im Bundesstaat New Hampshire. Sie gewann die republikanischen Vorwahlen, unterlag bei der eigentlichen Wahl jedoch dem Demokraten Chris Pappas.
Wie Leavitt die Kommunikation des Weißen Hauses prägte
Während ihrer Amtszeit entwickelte sich Karoline Leavitt zu einer der sichtbarsten Vertreterinnen der Trump-Regierung. Bei Pressekonferenzen verteidigte sie regelmäßig die Politik des Präsidenten und geriet dabei wiederholt in scharfe Auseinandersetzungen mit Journalisten.
Ihr Kommunikationsstil galt als offensiv und konfrontativ. Leavitt warf Medien wiederholt vor, falsch oder einseitig über Trump und seine Regierung zu berichten.
Unter ihrer Leitung versuchte das Weiße Haus zugleich, stärker mit neuen und nicht traditionellen Medienplattformen zusammenzuarbeiten. Veränderungen beim Zugang von Journalisten und bei der Zusammensetzung des Presse-Pools sorgten dabei teilweise für Kritik von Medienorganisationen.
Mit ihrem Ausscheiden aus dem Weißen Haus zieht sich Leavitt jedoch nicht aus der Politik zurück. Nach Angaben Trumps soll sie ihn weiterhin von außerhalb der Regierung beraten und die Republikaner im Vorfeld der Zwischenwahlen 2026 unterstützen.

