Kanada erlebt derzeit eine besonders schwere Waldbrandsaison. Am stärksten betroffen ist British Columbia, wo die Behörden wegen der sich ausbreitenden Feuer den Ausnahmezustand ausgerufen haben. Die Brände betreffen auch Regionen, die bei Urlaubern beliebt sind. Gleichzeitig verschlechtert dichter Rauch die Luftqualität selbst in Gebieten, die nicht unmittelbar von den Flammen bedroht sind. Das Auswärtige Amt hat deshalb seine Reise- und Sicherheitshinweise für Kanada aktualisiert. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf reisereporter.
Ausnahmezustand in British Columbia
Am 8. August riefen die Behörden von British Columbia wegen der schnellen Ausbreitung mehrerer Waldbrände den Ausnahmezustand aus. In der besonders kritischen Phase waren mehr als 20.000 Menschen von Evakuierungsanordnungen betroffen, vor allem in der Region rund um den Okanagan Lake.
Besonders angespannt war die Lage in der Umgebung von Summerland und Peachland. Beide Orte liegen in einer bekannten Ferien- und Weinregion. Einer der größten Brände, das sogenannte Bald-Range-Feuer, breitete sich innerhalb kurzer Zeit auf mehr als 100 Quadratkilometer aus.
Die Flammen beschädigten Gebäude und Infrastruktur. Zudem kam es auf einzelnen Straßen zu Einschränkungen und Sperrungen.
Zur Brandbekämpfung setzen die Einsatzkräfte Löschfahrzeuge, Hubschrauber und Flugzeuge ein. Dichter Rauch, starker Wind und Turbulenzen erschweren jedoch zeitweise den Einsatz aus der Luft. Auch internationale Unterstützung wurde für die Löscharbeiten angefordert.
Welche Urlaubsregionen betroffen sind
Besonders problematisch bleibt die Region rund um den Okanagan Lake. Sie zählt mit ihren Stränden, Weingütern, Campingplätzen und Wandergebieten zu den beliebten Reisezielen im Westen Kanadas.
Wegen der Waldbrände können einzelne Gebiete kurzfristig gesperrt werden. Auch Evakuierungsanordnungen und Verkehrsbeschränkungen können innerhalb kurzer Zeit in Kraft treten.
Nach Angaben des Auswärtigen Amts gibt es größere Waldbrände nicht nur in British Columbia. Auch andere Teile Kanadas sind betroffen, darunter Gebiete im Nordwesten der Provinz Ontario.
Selbst dort, wo die Flammen keine direkte Gefahr darstellen, kann Waldbrandrauch zu einer erheblichen Belastung führen. Die Luftqualität kann sich abhängig von Windrichtung und Wetterlage rasch verschlechtern.
Was Reisende jetzt beachten sollten
Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, die Hinweise der lokalen Behörden genau zu verfolgen und Evakuierungsanordnungen unbedingt zu beachten. Vor Fahrten durch betroffene Regionen sollte geprüft werden, ob Straßen geöffnet und touristische Einrichtungen erreichbar sind.
Besonders bei Reisen durch British Columbia ist es ratsam, sich unmittelbar vor der Weiterfahrt über die aktuelle Waldbrandlage zu informieren. Campingplätze, Naturparks, Wandergebiete und einzelne Straßen können kurzfristig geschlossen werden.
Auch Warnungen zur Luftqualität spielen eine wichtige Rolle. Starker Rauch kann weit über das eigentliche Brandgebiet hinausziehen und die Sicht sowie die Luftqualität erheblich beeinträchtigen.
Mit Stand vom 13. August bleiben die Reisehinweise des Auswärtigen Amts wegen der Waldbrände und des Ausnahmezustands in British Columbia entsprechend angepasst.
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