Der Bau der neuen Brücke über die Peene in Wolgast ist in die nächste Phase eingetreten. Auf der Festlandseite haben die Arbeiten an den ersten oberirdischen Abschnitten der Brückenpfeiler begonnen. Die rund 1,4 Kilometer lange Brücke wird ein zentraler Bestandteil der neuen Ortsumgehung und einer zusätzlichen Verbindung zur Insel Usedom. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf tagesschau.
Brückenbau in Wolgast wächst jetzt sichtbar in die Höhe
Die neue Peenebrücke nimmt zunehmend konkrete Formen an. Nach mehreren Monaten mit vorbereitenden Arbeiten und Arbeiten an den Fundamenten beginnt nun der Bau jener Teile der Pfeiler, die über das Bodenniveau hinausragen.
Nach Angaben des zuständigen Straßenbauamtes haben auf der Festlandseite die Betonarbeiten an den ersten Abschnitten der Stützkonstruktionen begonnen. Damit werden in den kommenden Wochen immer größere Teile des künftigen Bauwerks auf der Baustelle sichtbar sein.
Die intensive Bauphase hatte bereits im Mai 2026 begonnen, als die erste Spundwandbohle in das Flussbett der Peene eingebracht wurde. Dieser Schritt markierte offiziell den Beginn der eigentlichen Arbeiten am Brückenbauwerk.
Auf der Festlandseite wird die Fläche für den Überbau vorbereitet
Parallel zum Betonieren der Pfeiler laufen Erdarbeiten für den sogenannten Verschubbahnhof. Diese Fläche wird später für die Montage des Brückenüberbaus benötigt.
Von dort aus sollen einzelne Abschnitte der Konstruktion schrittweise nach vorn geschoben und über den bereits errichteten Pfeilern positioniert werden. Auf diese Weise soll der Brückenüberbau Stück für Stück über die künftige Trasse und die Peene geführt werden.
Die Arbeiten sind Teil des groß angelegten Projekts für die neue Ortsumgehung von Wolgast. Derzeit gilt das Vorhaben als größtes Straßenbauprojekt in Mecklenburg-Vorpommern.
Neue Peenebrücke: 1,4 Kilometer lang und Pfeiler bis zu 70 Meter hoch
Die Planungen sehen eine Brücke mit einer Gesamtlänge von rund 1,4 Kilometern vor. Einzelne Pfeiler sollen eine Höhe von etwa 70 Metern erreichen, während die Fahrbahn rund 42 Meter über der Peene verlaufen wird.
Diese Dimensionen sind unter anderem notwendig, um den Schiffsverkehr auf dem Fluss weiterhin zu ermöglichen. Das neue Bauwerk soll die Verkehrssituation rund um Wolgast deutlich verändern. Besonders während der touristischen Hauptsaison sind die bestehenden Verbindungen regelmäßig stark belastet.
Die neue Ortsumgehung soll zudem eine zusätzliche Zufahrt zur Ostseeinsel Usedom schaffen. Ein Teil des Durchgangsverkehrs könnte dadurch künftig an der Innenstadt von Wolgast vorbeigeführt werden.
Baukosten liegen bei rund 500 Millionen Euro
Die Gesamtkosten für die neue Ortsumgehung einschließlich der Brücke werden auf rund 500 Millionen Euro beziffert. Die hohe Investitionssumme hatte bereits mehrfach politische und öffentliche Diskussionen ausgelöst.
Ungeachtet der Debatte über die Kosten werden die Bauarbeiten nach den aktuellen Planungen fortgesetzt. Nach Abschluss wesentlicher Fundamentarbeiten verlagert sich der Schwerpunkt zunehmend auf die oberirdischen Tragwerke und die Vorbereitung der Montage des Brückenüberbaus.
Nach dem derzeitigen Zeitplan soll die gesamte Ortsumgehung von Wolgast einschließlich der neuen Brücke bis Ende 2029 fertiggestellt werden.
Neue Wolgaster Brücke wird Teil der Verbindung nach Usedom
Nach ihrer Fertigstellung soll die neue Straße eine alternative Verbindung zur stark frequentierten Insel Usedom schaffen und einen erheblichen Teil des Durchgangsverkehrs aus dem Stadtgebiet von Wolgast herausnehmen.
Bis zur Eröffnung müssen noch die wichtigsten Pfeiler errichtet, der Brückenüberbau montiert und die angrenzenden Straßenabschnitte fertiggestellt werden. Mit dem Beginn der Betonarbeiten an den oberirdischen Pfeilerabschnitten ist nun jedoch eine Bauphase erreicht, in der die Dimensionen der künftigen Brücke zunehmend sichtbar werden.
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