In Leverkusen untersucht die Polizei die Beschädigung von Kabelinfrastruktur in der Nähe von Bahngleisen. Unbekannte öffneten einen unterirdischen Schacht und durchtrennten mehrere Kabel, darunter auch Glasfaserleitungen. Der Bahnverkehr wurde durch den Vorfall nicht beeinträchtigt, allerdings kam es bei einem Teil der Einwohner vorübergehend zu Störungen im Telefonnetz. Die Ermittler schließen ein politisches Motiv nicht aus und suchen nach möglichen Zeugen. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf spiegel.
Unbekannte öffneten Schacht und beschädigten Kabel
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zu Donnerstag im Bereich der Bahngleise an der Stixchesstraße in Leverkusen. Nach Angaben der Kölner Polizei öffneten bislang unbekannte Personen einen unterirdischen Versorgungsschacht und durchtrennten anschließend mehrere darin verlaufende Kabel sowie Glasfaserleitungen.
Die beschädigte Infrastruktur befindet sich unmittelbar an der Bahnstrecke und gehört zu Anlagen der Deutschen Bahn. Die betroffenen Leitungen stehen jedoch mit Strecken in Verbindung, die derzeit nicht mehr für den regulären Zugverkehr genutzt werden.
Aus diesem Grund lief sowohl der Regional- als auch der Fernverkehr ohne Änderungen weiter. Zugausfälle oder größere Verspätungen infolge der beschädigten Kabel wurden nicht gemeldet.
Betroffen waren dagegen Einwohner des Leverkusener Stadtteils Manfort. Durch die Beschädigung der Leitungen kam es bei rund 400 Haushalten zu Störungen im Telefonnetz.
Staatsschutz übernimmt die Ermittlungen
Da die Ermittler nicht ausschließen, dass die Beschädigung der Infrastruktur politisch motiviert war, hat der Staatsschutz die Untersuchungen übernommen.
Die Polizei versucht nun zu klären, wer sich zum Zeitpunkt der Tat im Umfeld der Bahnanlagen aufgehalten hat. Zugleich bitten die Ermittler mögliche Zeugen, sich mit Hinweisen zu melden, die zur Rekonstruktion des Vorfalls beitragen könnten.
Eine der zentralen Fragen ist, ob es sich um eine isolierte Tat handelt oder ob ein Zusammenhang mit früheren Angriffen auf Bahninfrastruktur in der Region besteht.
Ähnlicher Angriff bereits im Juli bei Leverkusen
Nur wenige Wochen zuvor hatte es im Raum Leverkusen bereits einen weiteren Vorfall an Anlagen der Deutschen Bahn gegeben. Damals war ein Kabelkanal in der Nähe einer Bahnstrecke in Brand gesetzt worden.
Anders als beim aktuellen Fall führte die Beschädigung im Juli zu Einschränkungen im Bahnverkehr. Auch damals prüften die Ermittler einen möglichen politischen Hintergrund.
Nach der Tat tauchte im Internet ein Bekennerschreiben auf. Der Text wurde auf der linksradikalen Plattform Indymedia veröffentlicht und der Gruppe „Kommando Angry Birds“ zugeschrieben.
Die Ermittler prüften anschließend die Echtheit des Schreibens und einen möglichen Zusammenhang der Gruppierung mit der Beschädigung der Bahninfrastruktur.
„Kommando Angry Birds“ mit Angriffen auf Infrastruktur in Verbindung gebracht
Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz ist der Name „Kommando Angry Birds“ bereits mehrfach in Bekennerschreiben zu Angriffen auf Infrastruktur aufgetaucht.
Besonders im Fokus stehen dabei Beschädigungen an Bahnanlagen. Solche Angriffe können Kabelkanäle, Kommunikationsleitungen und andere technische Einrichtungen betreffen, die für den Betrieb der Eisenbahn wichtig sind.
Bislang gibt es jedoch keine offizielle Bestätigung dafür, dass die jüngste Kabelbeschädigung in Leverkusen mit dem Angriff im Juli oder mit derselben Gruppierung in Verbindung steht. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort und wertet mögliche Zeugenaussagen aus.
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