Die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben das Gebiet des größten bekannten Cyclosporiasis-Ausbruchs ausgeweitet, der mit kontaminiertem Eisbergsalat aus Zentralmexiko in Verbindung gebracht wird. Zuvor umfassten die offiziellen Ermittlungen neun Bundesstaaten, inzwischen sind es 15. Das berichteten mehrere mit den laufenden Untersuchungen vertraute Quellen. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf washingtonpost.
Neu in die Liste aufgenommen wurden Arkansas, Iowa, Missouri, Nebraska, New Hampshire und North Carolina. Die Ermittlungen dauern an, weshalb sich die Zahl der betroffenen Bundesstaaten noch ändern kann.
Zahl der Erkrankungen in Missouri stark gestiegen
Zu den neu einbezogenen Bundesstaaten gehört Missouri. Nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums wurden innerhalb der vergangenen Woche 1.095 neue Fälle von Cyclosporiasis registriert.
Bei epidemiologischen Befragungen gaben zahlreiche Erkrankte an, vor dem Auftreten der Symptome in Restaurants der Kette Taco Bell gegessen zu haben. Diese Angaben sind für die Ermittler von besonderer Bedeutung, da die Behörden bereits zuvor einen Zusammenhang mit Lebensmitteln aus Taco-Bell-Filialen festgestellt hatten.
Eisbergsalat aus Mexiko gilt weiterhin als Quelle des Ausbruchs
Nach Angaben der CDC deuten die epidemiologischen Erkenntnisse und die Rückverfolgung der Lieferketten weiterhin darauf hin, dass zerkleinerter Eisbergsalat von Taylor Farms de Mexico die Quelle der Infektionen war.
Am 24. Juli hatten die US-Behörden Erkrankungen in neun Bundesstaaten erstmals offiziell mit diesem Produkt in Verbindung gebracht. Nach Auswertung weiterer Daten wurde das Ausmaß des Ausbruchs nun erweitert.
Zu den Bundesstaaten, in denen ein Zusammenhang mit dem kontaminierten Salat festgestellt wurde, gehören Illinois, Indiana, Kansas, Kentucky, Michigan, Ohio, Oklahoma, Pennsylvania und West Virginia. Hinzu kommen Arkansas, Iowa, Missouri, Nebraska, New Hampshire und North Carolina.
Taylor Farms rief den Salat nach Beginn der Ermittlungen zurück
Taylor Farms hatte am 17. Juli eine Charge zerkleinerten Eisbergsalats aus Zentralmexiko zurückgerufen. Zuvor hatten Ermittler Erkrankungen bei Menschen, die in Taco-Bell-Restaurants gegessen hatten, mit dem Produkt in Verbindung gebracht.
Nach Angaben des Unternehmens wurde der zurückgerufene Salat zwischen dem 29. Juni und dem 16. Juli über Gastronomiebetriebe und Einzelhandelsgeschäfte in insgesamt 27 Bundesstaaten vertrieben.
Das Unternehmen machte jedoch keine Angaben zur Menge der zurückgerufenen Ware. Auch blieb offen, in welchen Regionen der Salat vor dem 29. Juni ausgeliefert worden war. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Behörden untersuchen weitere, nicht verbundene Ausbrüche
Die laufenden Ermittlungen beschränken sich nicht auf den Ausbruch in den 15 Bundesstaaten. Bundesbehörden untersuchen zusätzlich Cyclosporiasis-Fälle in mehr als 20 weiteren Bundesstaaten.
Diese Erkrankungen werden bislang nicht mit Produkten von Taylor Farms in Verbindung gebracht. Die Infektionsquellen der weiteren Ausbrüche sind noch nicht bekannt.
Erste bestätigte Todesfälle und lange Inkubationszeit
Die Gesundheitsbehörden des Bundesstaates Michigan meldeten zu Wochenbeginn die ersten bestätigten Todesfälle in den USA, die mit dem aktuellen Cyclosporiasis-Ausbruch in Zusammenhang stehen. Zwei Menschen starben. Beide hatten Vorerkrankungen, die den Verlauf der Darminfektion und die Folgen der Dehydrierung möglicherweise verschlimmert hatten.
Experten weisen darauf hin, dass neu gemeldete Fälle nicht zwangsläufig bedeuten, dass weiterhin ein akutes Risiko durch die zurückgerufenen Produkte besteht. Aufgrund der langen Inkubationszeit und der aufwendigen Zuordnung zu einem Ausbruch können zwischen der Ansteckung und der Aufnahme eines Falls in die offizielle Statistik bis zu sechs Wochen vergehen.
Zudem erholen sich manche Betroffene ohne medizinische Behandlung und werden nicht auf Cyclosporiasis getestet. Die tatsächliche Zahl der Erkrankten dürfte deshalb deutlich über den offiziell gemeldeten Zahlen liegen.
lesen Sie auch: Novo-Nordisk-Aktie stürzt nach Rückschlag für Ziltivekimab ab

