In Athen sind ein 43-jähriger Vasilios S. und die 38-jährige Natascha G. festgenommen worden, nachdem in ihrer Wohnung die Leiche eines Babys entdeckt worden war. Nach bisherigen Erkenntnissen soll das Kind bereits im Jahr 2022 gestorben sein. Die Ermittler versuchen nun zu klären, warum der Tod nicht den zuständigen Behörden gemeldet wurde und unter welchen Umständen das Baby ums Leben kam. Zudem werden die Aussagen der Eltern über einen möglicherweise beteiligten Verwandten überprüft. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf Вild.
Leiche des Kindes soll bei mehreren Umzügen mitgenommen worden sein
Nach bisherigen Erkenntnissen wechselte das Paar über einen längeren Zeitraum mehrfach seine Unterkunft in Athen. Die beiden sollen in verschiedenen Mietwohnungen gewohnt haben, darunter auch kurzfristig vermietete Apartments.
Bei den Umzügen sollen die Eltern die Leiche ihres verstorbenen Kindes jeweils mitgenommen haben. Für den Transport soll eine Kühltasche verwendet worden sein. Nach der Ankunft in einer neuen Unterkunft wurde der Leichnam den bisherigen Angaben zufolge erneut in einem Kühlschrank aufbewahrt.
Auf diese Weise könnte das Paar die sterblichen Überreste des Kindes über einen längeren Zeitraum von Wohnung zu Wohnung gebracht haben. Die Ermittler versuchen nun festzustellen, wie viele Unterkünfte betroffen waren und an welchen Adressen sich die Familie aufgehalten hatte.
Baby soll bereits 2022 gestorben sein
Eine der zentralen Fragen der Ermittlungen betrifft den Zeitpunkt des Todes. Nach vorläufigen Erkenntnissen soll das Baby bereits seit 2022 tot gewesen sein – also lange bevor die Leiche entdeckt und die Eltern festgenommen wurden.
Die Ermittler müssen nun die genaue Todesursache feststellen und die Ereignisse rekonstruieren. Dabei soll unter anderem geklärt werden, wo sich die Familie zum Zeitpunkt des Todes aufhielt, wer bei dem Kind war und was unmittelbar zuvor geschah.
Untersucht wird außerdem, weshalb sich die Eltern nach dem Tod des Babys offenbar weder an die Polizei noch an Ärzte oder andere staatliche Stellen wandten.
Ermittler prüfen Angaben zu einem weiteren Verwandten
In dem Fall spielt offenbar noch eine weitere Person eine Rolle. Nach Angaben der Eltern soll ein Verwandter dem Kind möglicherweise tödliche Stichverletzungen zugefügt haben. Diese Darstellung muss jedoch erst überprüft werden und gilt bislang nicht als erwiesene Tatsache.
Die Ermittler müssen unter anderem feststellen, um wen es sich bei diesem Verwandten handelt, in welchem Verhältnis er zur Familie stand und wo er sich zum Zeitpunkt des Todes des Babys befand.
Zudem sollen die Aussagen der Festgenommenen mit den Ergebnissen der Untersuchungen und weiteren Beweismitteln abgeglichen werden. Dadurch soll geklärt werden, wie das Kind seine Verletzungen erlitt und was nach seinem Tod geschah.
Eltern in Athen festgenommen
Vasilios S., der die deutsche und griechische Staatsangehörigkeit besitzt, und die Deutsche Natascha G. wurden nach dem Fund der Babyleiche in einer Wohnung in Athen festgenommen.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf mehrere Fragen: die genaue Todesursache und den Todeszeitpunkt, das Verhalten der Eltern nach dem Tod des Kindes, die zahlreichen Wohnungswechsel sowie eine mögliche Beteiligung einer dritten Person.
Die endgültigen Umstände des Todes sollen durch die weiteren Ermittlungen und rechtsmedizinischen Untersuchungen geklärt werden.
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