In Nordfrankreich ist ein Regionalzug mit 186 Fahrgästen nahe der Stadt Cléon in der Normandie entgleist. Dabei wurden 44 Menschen verletzt. Nachdem auf dem Gleis ein Schienenstück entdeckt worden war, prüft die Staatsanwaltschaft einen möglichen Sabotageakt. Die Unfallursache steht bislang nicht fest. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf tagesschau.
Was über das Zugunglück in der Normandie bekannt ist
Der Unfall ereignete sich am Freitagabend, dem 11. September, auf der Strecke zwischen Rouen und Caen. Nach ersten Erkenntnissen prallte der Zug gegen 19.30 Uhr auf einen Gegenstand im Gleis. Fünf Wagen entgleisten, einer davon kippte um.
Unter den Verletzten befindet sich eine 18-jährige Frau, deren Zustand zunächst als kritisch eingestuft wurde. Später teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass keine Lebensgefahr mehr bestehe.
Am Unfallort waren 130 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Dutzende Einsatzfahrzeuge rückten an, um die Fahrgäste zu versorgen.
Warum die Ermittler einen möglichen Sabotageakt prüfen
Der Staatsanwalt von Rouen, Sébastien Gallois, erklärte, dass auf dem Gleis ein Schienenstück gefunden worden sei. Die Ermittler untersuchen, wie es dorthin gelangte und welche Rolle es bei dem Unfall gespielt haben könnte.
Die Behörden schließen einen vorsätzlichen Eingriff in den Bahnverkehr nicht aus. Der Fund allein bestätigt jedoch noch keinen Sabotageakt. Die genauen Umstände werden weiterhin untersucht.
Der Lokführer wurde auf Alkohol und Drogen getestet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft fielen beide Tests negativ aus.
Fahrgäste berichten von heftigen Erschütterungen
Ein Fahrgast beschrieb die ersten Sekunden des Unfalls als abruptes Bremsen, auf das heftige Erschütterungen folgten. Seinen Angaben zufolge bewegte sich der Zug zu diesem Zeitpunkt bereits außerhalb der Schienen über den Schotter.
Der Mann berichtete, dass eine Fensterscheibe in seinem Wagen zerbrach, Rauch aufstieg und Koffer umherflogen. Durch das Fenster habe er einen anderen Wagen vorbeischießen sehen.
Unverletzte Fahrgäste wurden vorübergehend im Rathaus von Cléon untergebracht. Bürgermeisterin Mélanie Delacour erklärte, die Betroffenen stünden unter Schock.
Wie der Verkehr zwischen Rouen und Caen organisiert wurde
Am Samstag, dem 12. September, lief der Bahnverkehr in der Region nach erheblichen Beeinträchtigungen schrittweise wieder an.
Zwischen Rouen und Caen wurde in beiden Richtungen ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
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