Apple hat die Kameras des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max überarbeitet und erstmals eine mechanisch verstellbare Blende in einem iPhone eingeführt. Die 48-Megapixel-Hauptkamera kann damit die Öffnung verändern, durch die Licht auf den Sensor fällt. In der Kamera-App stehen zusätzliche manuelle Einstellungen zur Verfügung. Weitere Neuerungen betreffen die Bildverarbeitung, die Verfolgung bewegter Motive und die Tonbearbeitung bei Videos. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf mashable.
So funktioniert die variable Blende
Die Hauptkamera verfügt über einen Mechanismus mit sechs dünnen, lasergeschnittenen Lamellen. Sie verändern die Blendenöffnung abhängig von den Lichtverhältnissen und der gewünschten Schärfentiefe. Das funktioniert automatisch; Nutzer können aber auch eine von vier verfügbaren Blendenstufen manuell auswählen.
Eine weiter geöffnete Blende lässt mehr Licht auf den Sensor fallen. Das hilft bei Aufnahmen in Innenräumen oder am Abend und beeinflusst zugleich die natürliche Hintergrundunschärfe. Wird die Blende geschlossen, nimmt die Schärfentiefe zu – also der Entfernungsbereich, in dem Motive scharf erscheinen.
Das kann bei Gruppenfotos hilfreich sein, wenn Personen unterschiedlich weit von der Kamera entfernt stehen. Laut Apple soll die Neuerung Menschen im Hintergrund detailreicher darstellen und die Bildqualität bei wenig Licht verbessern.
Diese manuellen Einstellungen bietet die Kamera-App
Die neue Bedienoberfläche Pro controls ermöglicht den direkten Zugriff auf wichtige Aufnahmeparameter. Nutzer können Blende, Verschlusszeit und Weißabgleich einstellen. Ein Histogramm zeigt außerdem die Helligkeitsverteilung im Bild.
Die einzelnen Werkzeuge erfüllen unterschiedliche Aufgaben:
- Blende: Reguliert die Lichtmenge und beeinflusst die Schärfentiefe.
- Verschlusszeit: Bestimmt die Belichtungsdauer. Kurze Zeiten helfen, Bewegungen einzufrieren; längere Zeiten können Bewegungsunschärfe erzeugen.
- Weißabgleich: Passt die Farbwiedergabe an die Beleuchtung an.
- Histogramm: Zeigt die Verteilung dunkler, mittlerer und heller Tonwerte im Bild.
Häufen sich die Werte links im Histogramm, überwiegen dunkle Bildbereiche. Eine Häufung rechts steht für viele helle Bereiche. Das allein bedeutet noch keine falsche Belichtung, denn die Verteilung hängt vom Motiv ab. Das Diagramm hilft dabei einzuschätzen, ob Details in Schatten oder besonders hellen Bildpartien verloren gehen.
Neue Bildverarbeitung und Verfolgung bewegter Motive
Apple hat die rechnergestützte Bildverarbeitung überarbeitet. Sie ist unter anderem dafür zuständig, mehrere Belichtungen zusammenzuführen, Bildrauschen zu reduzieren und Details herauszuarbeiten. Nach Angaben des Unternehmens soll die Hauptkamera dadurch klarere und detailreichere Fotos liefern.
Die „Fotografischen Stile“ erhalten zusätzliche Regler für Textur und Körnung. Zusammen mit den vorhandenen Farb- und Tonanpassungen ermöglichen sie eine individuellere Gestaltung der Aufnahmen.
Eine weitere Neuerung betrifft den Autofokus. Eine KI-gestützte Funktion soll ein ausgewähltes bewegtes Motiv verfolgen und im Fokus halten. Vorgesehen ist das unter anderem für Aufnahmen von Kindern und Haustieren, die ihre Position im Bild häufig verändern.
Neue Funktionen für Video und Tonbearbeitung
Kinematografische Effekte lassen sich jetzt nachträglich auf Videos anwenden, die mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen wurden. Die Gestaltung des Materials kann damit noch während der Bearbeitung verändert werden.
Für Zeitlupenaufnahmen ist die Unterstützung von 4K mit Dolby Vision HDR vorgesehen. Das verbindet eine hohe Auflösung mit einem erweiterten Dynamikumfang.
Auch Audio Mix wurde überarbeitet. Laut Apple verbessern die neuen Algorithmen die Verständlichkeit von Stimmen sowie die Trennung von Sprache und Hintergrundgeräuschen. Mit diesen Werkzeugen lässt sich die Tonspur nach der Aufnahme anpassen.
lesen Sie auch: Apple Pay und Face ID: Wer haftet bei Missbrauch des neuen iPhones

