Nach einem schweren Schnee- und Eisabgang am Berg Mischirgi in der russischen Teilrepublik Kabardino-Balkarien dauert die Suche nach Vermissten an. Nach bisherigen Angaben kamen mindestens 14 Teilnehmer der Bergtour ums Leben. Drei weitere Menschen gelten als vermisst. Insgesamt bestand die registrierte Gruppe aus 33 Personen. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf Аlpin.
Was am Berg Mischirgi geschah
Die Lawine ging am 6. September gegen 17 Uhr Ortszeit in einer Hochgebirgsregion Kabardino-Balkariens ab. Große Schnee- und Eismassen erfassten eine Bergsteigergruppe, die sich am Mischirgi im Besengi-Tal nahe der Grenze zu Georgien befand.
In ersten Meldungen war von zwei Todesopfern und 15 Teilnehmern die Rede. Später teilten die russischen Rettungsdienste mit, dass die Gruppe offiziell mit insgesamt 33 Personen registriert gewesen sei.
Im Verlauf des Rettungseinsatzes stieg die Zahl der bestätigten Todesopfer. Bis zum 9. September hatten die Suchmannschaften die Leichen von 14 Bergsteigern geborgen.
Sechs Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht
Nach vorläufigen Angaben erlitten sechs Teilnehmer der Bergtour Verletzungen. Sie wurden aus dem schwer zugänglichen Hochgebirge evakuiert und in Krankenhäuser gebracht.
Zehn weitere Bergsteiger konnten die Gefahrenzone selbstständig verlassen und ins Tal absteigen. Zu möglichen Verletzungen oder einer anschließenden medizinischen Behandlung dieser Personen liegen keine näheren Angaben vor.
Drei Mitglieder der Gruppe werden weiterhin vermisst. Ihr Aufenthaltsort ist bislang unbekannt.
Gefahr weiterer Lawinen erschwert die Suche
An der Such- und Rettungsaktion sind mehr als 50 Einsatzkräfte beteiligt. Am Fuß des Berges wurde ein Stützpunkt eingerichtet, von dem aus die Suchmannschaften koordiniert und die Bergung der Todesopfer organisiert werden.
Die Arbeiten werden durch vereiste Hänge, das schwer zugängliche Gelände und die Gefahr weiterer Schnee- und Eisabgänge erschwert. Auch Hubschrauber wurden für den Einsatz vorgesehen. Ob sie fliegen können, hängt jedoch von den Wetter- und Sichtverhältnissen ab.
Veröffentlichte Aufnahmen vom Unglücksort zeigen gewaltige Schnee- und Eismassen, die sich durch das hochalpine Gelände bewegen. Die Rettungskräfte durchsuchen weiterhin jene Bereiche, in denen die Vermissten vermutet werden.
Ermittlungen zu den Umständen der Katastrophe
Die genaue Ursache des Lawinenabgangs ist bislang nicht geklärt. Die Ermittler müssen feststellen, unter welchen Umständen die Gruppe in das gefährdete Gebiet gelangte und ob bei der Organisation der Tour alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.
Im Zusammenhang mit dem Unglück wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Fahrlässigkeit eingeleitet. Ob Organisatoren oder Bergführer für den Tod der Teilnehmer verantwortlich gemacht werden können, steht derzeit noch nicht fest.
Untersucht werden unter anderem die Vorbereitung der Tour, die Registrierung der Gruppe, die Wetterbedingungen, die Lawinenlage und die Entscheidungen der Tourenleitung. Abschließende Ergebnisse sollen nach Beendigung der Ermittlungen vorgelegt werden.
Was über die Region am Mischirgi bekannt ist
Der Mischirgi liegt im Besengi-Gebiet des Großen Kaukasus. Der Berg erreicht eine Höhe von rund 5.000 Metern. Seine Routen führen durch anspruchsvolles Hochgebirgsgelände mit stark vergletscherten und vereisten Abschnitten.
In der Umgebung befinden sich weitere Fünftausender des Kaukasus, darunter der 5.205 Meter hohe Dych-Tau. Westlich des Besengi-Gebiets liegt der 5.642 Meter hohe Elbrus.
Die Suche nach den drei vermissten Mitgliedern der Gruppe dauert an. Wann der Einsatz beendet werden kann, hängt von der Wetterlage und der weiteren Lawinengefahr ab.
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