Bürgergeld 2026 — Regelsätze, Anspruch und was sich ändert
Das Bürgergeld hat 2023 Hartz IV abgelöst — mit höheren Regelsätzen, einer Karenzzeit für Vermögen und Wohnung sowie neuen Förderinstrumenten für die Arbeitsmarktintegration. 2026 gelten angepasste Regelsätze, die jährlich an die Inflation und Lohnentwicklung angepasst werden.
Zum Thema Finanzen und Sozialrecht: Mindestlohn 2026 und Privatinsolvenz 2026: In 3 Jahren schuldenfrei.
„Das Bürgergeld ist kein bedingungsloses Grundeinkommen — es ist eine Überbrückungsleistung mit klaren Pflichten. Aber die Regeln sind deutlich humaner als unter Hartz IV.“
Regelsätze 2026
Was wird zusätzlich übernommen?
Wer hat Anspruch auf Bürgergeld?
- Erwerbsfähige Personen zwischen 15 und dem Rentenalter, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen decken können
- Gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland — EU-Bürger nach 3 Monaten, Nicht-EU-Bürger mit Aufenthaltstitel
- Arbeitssuchend gemeldet — aktive Mitwirkung im Eingliederungsprozess
- Bedarfsgemeinschaft: Einkommen und Vermögen von Partnern wird angerechnet
Sanktionen — was passiert bei Pflichtverletzungen?
Bei Pflichtverletzungen (z. B. Nichterscheinen beim Jobcenter, Ablehnung zumutbarer Arbeit) kann das Bürgergeld um bis zu 30 % gekürzt werden. Im ersten Jahr (Karenzzeit) gelten mildere Regeln. Das Bundesverfassungsgericht hat 2019 geurteilt, dass Kürzungen über 30 % verfassungswidrig sind.
Fazit: Anspruch prüfen — und Rechte kennen
Wer Anspruch auf Bürgergeld hat, sollte es beantragen — ohne Scham. Die Leistung ist ein sozialstaatliches Recht, kein Almosen. Beratung gibt es kostenlos bei den Schuldnerberatungsstellen und beim Jobcenter.
Quellen: SGB II – Grundsicherung für Arbeitsuchende | BMAS – Bürgergeld | Bundesagentur für Arbeit – Bürgergeld

