Eine russische Drohne ist in der Nacht zum 29. Mai in den rumänischen Luftraum eingedrungen und in ein Wohnhochhaus in der Stadt Galați nahe der ukrainischen Grenze eingeschlagen. Durch den Aufprall brach in den oberen Stockwerken des Gebäudes ein Feuer aus, mehrere Menschen wurden verletzt. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf welt.
Nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums ereignete sich der Vorfall während einer weiteren russischen Angriffswelle auf Ziele in der Ukraine nahe der Grenze. Eine der Drohnen überquerte den rumänischen Luftraum und stürzte in der Nähe eines Wohngebäudes ab.
Rumänien schickt Kampfjets nach Luftraumverletzung
Nach der Entdeckung der Drohne aktivierten die rumänischen Streitkräfte ihre Luftverteidigung. Zwei F-16-Kampfjets starteten vom Luftwaffenstützpunkt Fetești, zudem wurde ein Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe eingesetzt.
Durch den Einschlag entstand ein Brand im zehnten Stock eines Mehrfamilienhauses. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden mehrere Menschen verletzt, zwei von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Rettungskräfte versorgten die Betroffenen vor Ort.
Bukarest wirft Moskau Eskalation vor
Das rumänische Außenministerium bezeichnete den Vorfall als schwerwiegende und unverantwortliche Eskalation durch Russland. Der russische Botschafter wurde ins Außenministerium einbestellt.
Außenministerin Oana-Silvia Țoiu erklärte, die Regierung prüfe weitere diplomatische Schritte gegenüber Moskau und bespreche mit europäischen Partnern mögliche Maßnahmen auf EU-Ebene, einschließlich neuer Sanktionspakete.
Rumänien informierte zudem seine NATO-Verbündeten sowie NATO-Generalsekretär Mark Rutte über den Vorfall.
Deutschland, NATO und EU reagieren mit scharfer Kritik
Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, der Vorfall zeige erneut die Bereitschaft Russlands zur Eskalation. Deutschland stehe fest an der Seite seiner NATO-Partner und unterstütze den Schutz des Bündnisgebiets.
Außenminister Johann Wadephul bezeichnete das Vorgehen Russlands als verantwortungslos. Auch Vertreter verschiedener politischer Parteien forderten, den Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte betonte, das Bündnis sei bereit, jeden Zentimeter seines Territoriums zu verteidigen. Er verurteilte die Verletzung des Luftraums eines NATO-Mitgliedstaates und bekräftigte die weitere Unterstützung der Ukraine.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekundete ihre Solidarität mit Rumänien und kündigte an, den Druck auf Russland weiter zu erhöhen.
Ähnliche Vorfälle gab es bereits zuvor
Rumänien hat bereits mehrfach über abgestürzte russische Drohnen nahe der Grenze zur Ukraine berichtet. Aufgrund der Nähe zu den ukrainischen Donauhäfen, die regelmäßig Ziel russischer Angriffe sind, wurden in den Grenzregionen wiederholt Drohnentrümmer entdeckt.
Nach Angaben der rumänischen Behörden stürzte erst vor einem Monat eine Drohne nahe Galați ab und beschädigte ein Nebengebäude auf einem Wohngrundstück. Damals wurde niemand verletzt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Ukraine sei bereit, Rumänien nach dem Vorfall umfassend zu unterstützen.
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