Dacia bereitet mit dem neuen Striker eine Rückkehr ins Segment der Mittelklasse-Kombis vor. Nach dem Crossover Bigster ist es bereits das zweite Modell der Marke im C-Segment. Das Unternehmen setzt darauf, private Käufer anzusprechen, für die Alltagstauglichkeit, ein geräumiger Innenraum und ein gutes Verhältnis von Preis und Ausstattung entscheidend sind. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf Нandelsblatt.
Die Markteinführung ist für Dezember 2026 geplant. Die Bestellannahme soll nach bisherigen Informationen im Herbst beginnen — voraussichtlich rund um den Pariser Autosalon im Oktober. Dann dürfte Dacia auch die endgültigen Preise und Verbrauchsdaten nennen.


Kombi mit 600 Litern Kofferraumvolumen
Das wichtigste Argument des Dacia Striker ist seine Praktikabilität. Das Kofferraumvolumen beträgt 600 Liter. Zum Vergleich: Der VW Golf Variant bietet 611 Liter. Offizielle Angaben zum maximalen Ladevolumen bei umgeklappten Rücksitzen hat Dacia bislang noch nicht veröffentlicht. Erwartet wird jedoch, dass zusätzlich rund 1000 Liter Stauraum entstehen.
Die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 60:40 umklappen. Je nach Ausstattung verfügt der Kofferraum über einen doppelten Ladeboden. Er kann genutzt werden, um den Gepäckraum zu unterteilen oder beim Transport größerer Gegenstände eine ebene Fläche zu schaffen.
Ein weiteres praktisches Detail sind drei Bodenplatten, die gewendet werden können. Eine Seite ist mit Teppich bezogen, die andere besitzt eine abwaschbare Oberfläche für schmutziges Gepäck, Schuhe, Gartengeräte oder Outdoor-Ausrüstung.
Preis wird näher am Bestellstart genannt
Der Dacia Striker befindet sich noch in der Homologation, deshalb sind die finalen technischen Daten und Preise noch nicht bestätigt. Erwartet wird, dass das Modell günstiger positioniert wird als der Dacia Bigster. Der SUV startet in Europa derzeit bei knapp unter 24.000 Euro.
Für Dacia ist dieser Punkt zentral: Die Marke setzt traditionell auf günstigere Fahrzeuge im Vergleich zur Konkurrenz. Der Striker soll diese Strategie fortführen, zugleich aber mit modernerer Ausstattung, neuen Antrieben und einem markanteren Design auftreten.
Drei Antriebsvarianten vorgesehen
Die Motorenpalette des Dacia Striker basiert auf der Technik des Bigster. Für den Kombi sind drei Antriebsvarianten vorgesehen.
Als Basismodell ist ein Mildhybrid mit einem 1,2-Liter-Dreizylinder und 103 kW beziehungsweise 140 PS geplant. Diese Version soll sowohl als Benziner als auch mit Flüssiggas-Betrieb erhältlich sein. Es ist zudem der einzige Motor, der optional mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert werden kann.
Ebenfalls Teil des Angebots ist eine Hybridversion mit 114 kW beziehungsweise 155 PS. Sie kombiniert einen 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner mit einem Elektromotor.
Neu ist außerdem eine Allrad-Hybridvariante mit 110 kW beziehungsweise 150 PS. In dieser Version arbeitet der 1,2-Liter-Mildhybrid mit einem 23-kW-Elektromotor an der Hinterachse zusammen.
Allradantrieb bis 140 km/h verfügbar
Das Allradsystem des Dacia Striker ist darauf ausgelegt, Effizienz und zusätzliche Traktion zu verbinden. Je nach Fahrmodus kann der hintere Elektromotor vollständig abgeschaltet werden. Dann fährt das Auto als Fronttriebler, was den Verbrauch in der Stadt und auf der Autobahn senken soll.
Der Elektromotor an der Hinterachse liefert 87 Nm Drehmoment. In Verbindung mit der Bergabfahrhilfe soll der Striker leichte Offroad-Fähigkeiten bieten. Der Allradantrieb ist bis 140 km/h verfügbar. Die Höchstgeschwindigkeit aller elektrifizierten Versionen wird elektronisch auf 180 km/h begrenzt.
Abmessungen nahe am Bigster
Von den Abmessungen her liegt der Dacia Striker dicht am Bigster. Die Länge des Kombis beträgt 4,62 Meter und damit fünf Zentimeter mehr als beim SUV. Die Höhe liegt bei 1,53 Meter, womit der Striker deutlich flacher ausfällt. Die Breite ist mit 1,82 Meter nahezu identisch.
In der zweiten Reihe soll ausreichend Platz für Passagiere vorhanden sein. Die Beinfreiheit dürfte auch für größere Personen genügen. Einschränkungen kann es eher bei der Kopffreiheit geben: Passagiere über 1,80 Meter könnten den Raum im Fond als etwas knapp empfinden.
Innenraum mit 10,1-Zoll-Display
Im Zentrum des Cockpits sitzt ein 10,1 Zoll großer Touchscreen. In der Basisversion gehört er zur Serienausstattung, gegen Aufpreis ist ein Navigationssystem erhältlich.
Das optionale Multimediasystem bietet Verkehrsinformationen in Echtzeit und ein Update-Programm über acht Jahre. Damit soll das Modell in einem Segment konkurrenzfähiger werden, in dem Käufer nicht nur Platz, sondern zunehmend auch moderne digitale Ausstattung erwarten.
Vier Ausstattungslinien: von Essential bis Journey
Wie beim Bigster wird Dacia den neuen Striker in vier Ausstattungslinien anbieten: Essential, Expression, Extreme und Journey.
Essential bildet die Einstiegsversion mit der notwendigen Grundausstattung. Expression ist die nächste Stufe für Kunden, die mehr Komfort und Funktionen wünschen. Die Version Extreme ist auf eine aktivere Nutzung abseits des Stadtverkehrs ausgelegt. Dazu gehören unter anderem Außenspiegelkappen mit kupferfarbener Optik und Gummifußmatten.
Die Ausstattung Journey richtet sich an Käufer, die besonderen Wert auf Komfort legen. Für sie sind beheizbare Vordersitze, ein beheizbares Lenkrad und eine elektrisch betätigte Heckklappe vorgesehen.
Design mit langer Schulterlinie und T-förmiger Lichtsignatur
Beim Außendesign des Dacia Striker setzt die Marke auf klare, einfache Linien. Die Designer haben eine lange, gerade Schulterlinie gewählt, die die LED-Tagfahrlichter optisch mit den Rückleuchten verbindet.
Die Lichtsignatur ist im neuen T-förmigen Stil gehalten. Ebenfalls vorgesehen sind Nebelscheinwerfer und adaptive Kurvenlichter. Die Radläufe tragen die für Dacia typischen Kunststoffverkleidungen.
Serienmäßig steht der Striker auf 17-Zoll-Rädern. Optional werden 18- und 19-Zoll-Räder angeboten.
Panoramadach und praktische Dachreling
Die Dachlinie des Striker fällt nach hinten sanft ab, wodurch der Kombi weniger nüchtern wirkt als klassische Lademeister. Zugleich unterstreicht die serienmäßige Dachreling den praktischen Anspruch. Sie soll den Transport von Dachboxen, Trägern oder Sportausrüstung erleichtern.
Zu den Optionen gehört ein großes Panoramadach. Außerdem sollen elektrisch verstellbare Sitze angeboten werden. Am Heck werden die Rückleuchten durch eine schwarze Kunststoffleiste ohne Beleuchtung miteinander verbunden.
Dacia Striker soll Position der Marke stärken
Der Striker wird für Dacia ein wichtiges Modell im C-Segment. Die Marke hat ihre Position zuletzt vor allem mit SUV- und Crossover-Modellen ausgebaut. Nun will sie auch Kunden erreichen, die einen geräumigen Kombi suchen, ohne auf ein SUV umzusteigen.
Das Modell soll einen großen Kofferraum, Hybridantriebe, verfügbaren Allradantrieb und die bekannte Dacia-Preisstrategie verbinden. Die endgültigen technischen Daten, Verbrauchswerte und Preise sollen näher am Bestellstart im Herbst 2026 bekannt gegeben werden.
lesen Sie auch: Mercedes GLA EQ ersetzt den EQA und bietet bis zu 700 Kilometer Reichweite

