Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der ab dem 1. Januar 2027 höhere Steuern auf Spirituosen vorsieht. Betroffen sind unter anderem Rum, Wodka, Korn und weitere hochprozentige alkoholische Getränke. Die Regelung ist Teil der Haushaltsplanung für 2027. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf welt.
Steuer auf Spirituosen steigt um 20 Prozent
Nach dem Entwurf des Bundesfinanzministeriums soll die Steuer auf Spirituosen um 20 Prozent erhöht werden. Nach Inkrafttreten der neuen Regelung rechnet die Bundesregierung mit zusätzlichen Einnahmen von rund 455 Millionen Euro pro Jahr.
Die Erhöhung gehört zum Begleitgesetz des Bundeshaushalts 2027, das weitere steuerliche Anpassungen umfasst.
Welche Getränke betroffen sind
Neben Rum, Wodka und Korn sollen ab Anfang 2027 auch höhere Steuern auf Champagner, Schaumwein, Likörwein und Alkopops gelten.
Die Biersteuer bleibt dagegen unverändert. Eine eigene Steuer auf Wein ist ebenfalls nicht vorgesehen.
Warum die Bundesregierung die Abgaben erhöht
Das Bundesfinanzministerium nennt zwei Ziele: zusätzliche Einnahmen für den Staatshaushalt und gesundheitspolitische Effekte durch einen geringeren Konsum hochprozentiger alkoholischer Getränke.
Bereits im Frühjahr hatte die Bundesregierung höhere Steuern auf Alkohol und Tabak als Teil eines Maßnahmenpakets zur Schließung von Haushaltslücken geprüft.
Experten empfehlen mehrere Erhöhungsschritte
Die Anhebung der Alkoholsteuer war zuvor von einer Expertenkommission vorgeschlagen worden, die vom Bundesgesundheitsministerium zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung eingesetzt wurde.
Die Kommission empfahl, die Steuer auf Spirituosen in den Jahren 2027 bis 2029 jährlich zu erhöhen. Nach Einschätzung der Fachleute könnte dies den Alkoholkonsum senken, Missbrauch insbesondere bei jungen Menschen eindämmen und jährlich rund 1.000 Krebsfälle verhindern. Zudem werden geringere Folgekosten erwartet, etwa durch Unfälle im Zusammenhang mit Alkoholkonsum.
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