Nach fast zwei Jahren Pause kehrt „House of the Dragon“ auf die Bildschirme zurück. Die dritte Staffel setzt die Geschichte des Bürgerkriegs der Targaryens fort, der als „Tanz der Drachen“ bekannt ist. Das Finale der zweiten Staffel bot keine große Entscheidungsschlacht, sondern brachte die wichtigsten Figuren für die nächste Phase des Konflikts in Stellung. Vor dem Start der neuen Staffel scheint sich das Kräfteverhältnis zunehmend zugunsten von Rhaenyra Targaryen zu verschieben, während die Grünen mit wachsenden Problemen kämpfen. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf townandcountrymag.
Wie sich das Machtgleichgewicht zwischen Schwarzen und Grünen verändert hat
Im Zentrum des Konflikts steht weiterhin der Kampf um den Eisernen Thron zwischen Rhaenyra Targaryen und ihrem Halbbruder Aegon II.
König Aegon, der in der Schlacht von Rook’s Rest schwer verletzt wurde, hat Königsmund verlassen. Gemeinsam mit Larys Strong floh er nach Essos, um dort den Krieg abzuwarten.
Die Führung der Grünen liegt inzwischen faktisch in den Händen von Prinz Aemond Targaryen. Er kommandiert die militärischen Operationen und kontrolliert mit Vhagar den größten lebenden Drachen. Seine Unberechenbarkeit sorgt jedoch zunehmend für Spannungen innerhalb des eigenen Lagers. Nach dem Auftauchen neuer Drachenreiter auf Rhaenyras Seite ließ Aemond die Hafenstadt Sharp Point niederbrennen.
Auch das Verhältnis zu seiner Schwester Helaena bleibt angespannt. Die Königin weigert sich, mit ihrem Drachen Dreamfyre in den Krieg zu ziehen, und erklärt, sie habe Aemonds Tod bereits in einer Vision gesehen.
Rhaenyra verschafft sich einen entscheidenden Vorteil
Bis zum Ende der zweiten Staffel konnte Rhaenyra ihre Position deutlich stärken. Ihr gelang es, mehrere neue Drachenreiter für ihre Sache zu gewinnen.
Hugh, Ulf und Addam schlossen erfolgreich Bindungen zu bislang herrenlosen Drachen und erklärten sich bereit, für die Schwarze Fraktion zu kämpfen. Im Gegenzug wurden ihnen Titel und Belohnungen in Aussicht gestellt.
Die neuen Drachenreiter verändern das Kräfteverhältnis erheblich. Während Aemond lange Zeit mit Vhagar über den stärksten Trumpf verfügte, besitzt Rhaenyra nun einen deutlichen Vorteil in der Luft.
Trotzdem plant sie zunächst keinen direkten Angriff auf Königsmund. Stattdessen richtet sie ihren Blick auf Lennishort und Altsass, die Machtzentren der Häuser Lannister und Hohenturm.
Daemon Targaryen verzichtet auf eigene Machtansprüche
Eine der wichtigsten Handlungsstränge spielte sich in Harrenhal ab.
Über mehrere Folgen hinweg schien es möglich, dass Daemon Targaryen sich gegen Rhaenyra wenden und selbst nach dem Thron greifen könnte. Einige Verbündete versuchten sogar, ihn zu diesem Schritt zu bewegen.
Als Rhaenyra schließlich in Harrenhal eintrifft, entscheidet sich Daemon jedoch für einen anderen Weg. Vor den versammelten Flusslords kniet er nieder und schwört ihr öffentlich die Treue.
Zuvor hatte er am Herzbaum von Harrenhal rätselhafte Visionen erlebt. Darin sah er die Weißen Wanderer, die spätere Königin Daenerys Targaryen und ihre Drachen. Die Eindrücke überzeugten ihn davon, dass der Kampf um den Eisernen Thron Teil eines viel größeren Schicksals ist, das mit der Prophezeiung von „Eis und Feuer“ verbunden bleibt.
Das geheime Abkommen zwischen Rhaenyra und Alicent
Zu den bedeutendsten politischen Entwicklungen des Staffelfinales zählt das geheime Treffen zwischen Rhaenyra und Alicent Hohenturm.
Alicent reist heimlich nach Drachenstein und unterbreitet einen Friedensvorschlag. Sie signalisiert ihre Bereitschaft, Königsmund kampflos zu übergeben, sobald Aemond die Hauptstadt verlassen hat.
Im Gegenzug bittet sie um Gnade für sich und ihre Kinder. Rhaenyra zeigt sich gesprächsbereit, macht jedoch deutlich, dass Aegon als Thronräuber hingerichtet werden müsse.
Nach einem emotionalen Gespräch akzeptiert Alicent offenbar diese Bedingungen und verspricht, die Tore der Stadt öffnen zu lassen.
Neue Gefahren und offene Fragen vor Staffel 3
Das Finale endet mit einer großen Montage, die zeigt, wie sich alle Parteien auf die nächste Phase des Krieges vorbereiten.
Armeen aus dem Norden, der Weite und den Westlanden marschieren in Richtung der Flusslande. Ser Tyland Lannister kehrt mit Unterstützung der Triarchie aus Essos zurück. Corlys Velaryon bereitet seine Flotte auf neue Einsätze vor.
Eine der größten offenen Fragen betrifft Otto Hohenturm. Der ehemalige Hand des Königs taucht am Ende überraschend als Gefangener in einem unbekannten Verlies auf.
Auch Rhaena Targaryen steht im Mittelpunkt eines wichtigen Handlungsstrangs. Die junge Targaryen, die bisher keinen eigenen Drachen hatte, begegnet am Ende der Staffel dem wilden Drachen Schafsdieb. Diese Begegnung könnte erhebliche Auswirkungen auf die Ereignisse der dritten Staffel haben.
Vor dem Start der dritten Staffel befinden sich nahezu alle großen Mächte von Westeros in Bewegung. Rhaenyra verfügt über neue Drachenreiter und rückt ihrem Ziel, die Hauptstadt einzunehmen, näher denn je. Die Grünen hingegen haben an Einfluss verloren und suchen nach neuen Verbündeten. Gleichzeitig bleiben zahlreiche Fragen offen – darunter das Schicksal von Otto Hohenturm, die Zukunft von Rhaena und die Folgen der geheimen Vereinbarung zwischen Rhaenyra und Alicent. Diese Entwicklungen dürften den Verlauf der kommenden Staffel maßgeblich bestimmen.
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