In Baden-Württemberg musste ein 62-jähriger Mann nach einem ungewöhnlichen Vorfall in einer Lidl-Filiale medizinisch versorgt werden. Der Kunde gab an, von einem unbekannten Tier gebissen worden zu sein, während er in einer Bananenkiste nach besonders reifen Früchten suchte. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf t-online.
Nach dem Vorfall schwoll seine Hand an, die Haut verfärbte sich und es bildete sich eine nässende Wunde. Zunächst ging der Mann nach Hause, später suchte er wegen der Beschwerden medizinische Hilfe.
Arzt vermutet einen Spinnenbiss
Wie der Betroffene gegenüber dem SWR schilderte, ging der behandelnde Arzt davon aus, dass die Verletzung möglicherweise durch eine Spinne verursacht worden sein könnte. An der Hand seien zwei Einstichstellen festgestellt worden, die nach Einschätzung des Mediziners zu einem Spinnenbiss passen könnten.
Zudem entwickelte der Mann eine deutliche lokale Reaktion. Medienberichten zufolge können entsprechende Symptome unter anderem auch durch eine allergische Reaktion auf einen Biss ausgelöst werden.
Die Zeitung „Südkurier“ berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, dass sich der Vorfall direkt an den Bananenkisten ereignet habe. Der Mann habe die Früchte mit der Hand durchsucht, als er plötzlich gebissen worden sei.
Nach der Behandlung durfte der 62-Jährige wieder nach Hause. Nach eigenen Angaben trägt er weiterhin einen Verband an der betroffenen Hand. Starke Schmerzen habe er derzeit nicht mehr, allerdings verspüre er noch ein leichtes Brennen.
Der Mann sorgt sich zudem darum, dass sich die Wunde erneut entzünden könnte, und beobachtet die Verletzung deshalb weiter.
Spezialfirma durchsucht Lidl-Filiale
Nach Bekanntwerden des Vorfalls wurde eine spezialisierte Firma in die Lidl-Filiale geschickt. Nach Angaben der Polizei wurde das Geschäft am Montag gezielt untersucht.
Die Fachleute suchten nach einem möglichen Tier, das sich zwischen den Früchten oder im Verkaufsraum aufgehalten haben könnte. Eine Spinne oder ein anderes verdächtiges Tier wurde dabei jedoch nicht gefunden.
Wie der „Südkurier“ berichtet, nahm die Filiale nach Abschluss der Untersuchung den Betrieb wieder auf.
Was die Verletzung des Kunden tatsächlich verursacht hat, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden. Der Verdacht auf einen Spinnenbiss beruht auf dem Erscheinungsbild der Einstichstellen und der Einschätzung des behandelnden Arztes.

