In Deutschland geht der Wahlkampf vor zwei wichtigen Landtagswahlen in die entscheidende Phase. Am Sonntag, dem 20. September 2026, wählen die Berliner ein neues Abgeordnetenhaus, während in Mecklenburg-Vorpommern über die Zusammensetzung des neuen Landtags abgestimmt wird. Im Mittelpunkt der Wahlkämpfe stehen unter anderem Wohnen und Mieten, Migration, Bildung, Sozialpolitik sowie die Arbeit der Landesregierungen. In Mecklenburg-Vorpommern richtet sich besondere Aufmerksamkeit auf den Wettbewerb zwischen SPD und AfD, während in Berlin mehrere größere Parteien um Stimmen kämpfen. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf Вild.
In Berlin wird ein neues Abgeordnetenhaus gewählt
Die Wahl in Berlin findet am 20. September statt. Gleichzeitig stimmen die Einwohner der Hauptstadt über die Zusammensetzung der Bezirksverordnetenversammlungen ab. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr.
Nach Angaben der Landeswahlleitung sind 2.487.318 Menschen bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus stimmberechtigt. Erstmals dürfen bei dieser Wahl auch 16- und 17-jährige Berliner mit deutscher Staatsangehörigkeit ihre Stimme abgeben. Im Vergleich zur Wahl 2023 ist die Zahl der Wahlberechtigten um mehr als 55.000 gestiegen.
Zu den wichtigsten Themen des Berliner Wahlkampfs gehören die hohen Wohn- und Mietkosten. Daneben diskutieren die Parteien über Migration, Bildung, die Funktionsfähigkeit der städtischen Infrastruktur und weitere Fragen, die unmittelbar die Verwaltung und Entwicklung der Hauptstadt betreffen.
Die Auszählung der Stimmen beginnt nach der Schließung der Wahllokale um 18 Uhr. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich gegen 19.30 Uhr veröffentlicht, wenn rund zehn Prozent der Wahlbezirke ausgezählt sind. Das vorläufige Gesamtergebnis soll nach Angaben der Landeswahlleitung voraussichtlich gegen 1.30 Uhr am 21. September vorliegen.
In Mecklenburg-Vorpommern stehen SPD und AfD besonders im Fokus
Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. Eine der zentralen Personen des Wahlkampfs ist die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig von der SPD. Für die AfD tritt Leif-Erik Holm als Spitzenkandidat an.
Die Schlussphase des Wahlkampfs ist von der Konkurrenz zwischen diesen beiden Parteien geprägt. Eine am 10. September veröffentlichte Umfrage von Infratest dimap wies für die AfD 38 Prozent und für die SPD 33 Prozent aus. Umfragen bilden allerdings lediglich die politische Stimmung der befragten Personen zum Zeitpunkt der Erhebung ab und stellen kein Wahlergebnis dar.
Von den tatsächlichen Ergebnissen wird nicht nur die Sitzverteilung im neuen Landtag abhängen. Sie bilden auch die Grundlage für mögliche Gespräche über die Bildung einer Landesregierung. Welche Koalition letztlich zustande kommt, hängt von der tatsächlichen Stimmen- und Mandatsverteilung sowie den anschließenden Verhandlungen der Parteien ab.
Wohnen, Migration und Bildung prägen den Wahlkampf
Die politischen Debatten unterscheiden sich in beiden Bundesländern, dennoch gibt es mehrere gemeinsame Schwerpunkte. In Berlin spielt insbesondere die Wohnungspolitik eine zentrale Rolle. Die Parteien vertreten unterschiedliche Positionen zur Regulierung des Mietmarktes, zum Wohnungsbau und zur Frage, wie bezahlbarer Wohnraum geschaffen oder erhalten werden kann.
In Mecklenburg-Vorpommern gehören Bildung, Migration sowie Wirtschafts- und Sozialpolitik zu den wichtigen Themen des Wahlkampfs. Auch die weitere Entwicklung des Bundeslandes und die Situation in Städten und ländlichen Regionen spielen in der politischen Auseinandersetzung eine Rolle.
Für den Vergleich der Parteipositionen stehen den Wahlberechtigten verschiedene digitale Wahlhilfen zur Verfügung. Sie gleichen die Antworten der Nutzer mit den programmatischen Positionen der Parteien ab. Solche Angebote ersetzen jedoch nicht die Wahlprogramme selbst: Das angezeigte Ergebnis hängt unter anderem von der Auswahl und Formulierung der Fragen sowie von der jeweiligen Vergleichsmethode ab.
Beide Wahlen finden am selben Tag statt
Die Abstimmungen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern finden am Sonntag, dem 20. September, statt. Nach der Schließung der Wahllokale beginnt die Auszählung der Stimmen. In Berlin sollen die offiziellen Daten schrittweise veröffentlicht werden, sobald die Ergebnisse aus den einzelnen Wahlbezirken vorliegen.
Wie sich die politischen Kräfteverhältnisse in beiden Bundesländern tatsächlich verändern, steht erst nach der Auszählung fest. Bis dahin zeigen Umfragen und andere Erhebungen lediglich die politische Stimmung vor dem Wahltag und sind nicht mit dem tatsächlichen Wahlergebnis gleichzusetzen.
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