In Deutschland hat sich die Zahl der Patienten mit Hautkrebs, die in Krankenhäusern behandelt werden, in den vergangenen 20 Jahren nahezu verdoppelt. Das geht aus neuen Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. chreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf tagesschau.
Nach offiziellen Angaben wurden im Jahr 2024 rund 120.100 Menschen wegen Hautkrebs stationär behandelt. Im Jahr 2004 lag die Zahl noch bei etwa 61.700 Patienten.
Auch die Sterblichkeit steigt weiter an
Die Zahl der Todesfälle durch Hautkrebs ist in Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten ebenfalls deutlich gestiegen. Im Jahr 2024 starben rund 4.600 Menschen an der Krankheit — das sind 65 Prozent mehr als im Jahr 2004. Mehr als die Hälfte der Verstorbenen war 80 Jahre oder älter.
Besonders stark nahm die Zahl der Fälle von nicht-melanotischem Hautkrebs zu. Seit 2004 stieg die Zahl dieser Diagnosen um 117 Prozent. Mediziner führen dies vor allem auf die langfristige Belastung durch ultraviolette Strahlung zurück.
Gleichzeitig nahm die Zahl der Melanom-Erkrankungen — einer der gefährlichsten Formen von Hautkrebs — um etwa 42 Prozent zu.
Hautkrebsscreening könnte eingeschränkt werden
Als Gründe für die steigenden Fallzahlen gelten unter anderem die alternde Bevölkerung sowie die häufigeren Vorsorgeuntersuchungen. Seit 2008 können gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening durchführen lassen.
Derzeit wird in Deutschland jedoch über mögliche Einschränkungen dieser Vorsorgeprogramme diskutiert. In einem Gesetzesentwurf der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken wird vorgeschlagen, die Kostenübernahme durch die Krankenkassen künftig auf Risikogruppen zu begrenzen.
Hintergrund sind anhaltende Diskussionen über die Wirksamkeit flächendeckender Screenings. Einige Studien konnten bislang nicht eindeutig belegen, dass regelmäßige Reihenuntersuchungen die Sterblichkeit durch Hautkrebs deutlich senken.
Ärzte empfehlen konsequenten Sonnenschutz
Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums gilt ultraviolette Strahlung weiterhin als wichtigster Risikofaktor für die meisten Hautkrebsarten.
Experten empfehlen deshalb regelmäßigen Sonnenschutz mit Cremes, schützender Kleidung und Kopfbedeckungen sowie die Vermeidung intensiver Sonneneinstrahlung.
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