Eine groß angelegte internationale Studie hat einen Zusammenhang zwischen regelmäßigem Alkoholkonsum – selbst in moderaten Mengen – und einem erhöhten Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt. Forschende analysierten Langzeitdaten aus zahlreichen Beobachtungsstudien und kamen zu dem Ergebnis, dass der tägliche Konsum von mehr als 24 Gramm reinem Alkohol mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für diese Krebsart verbunden ist. Die Ergebnisse wurden von einem Forschungsteam der University of Victoria veröffentlicht. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf aponet.
Regelmäßiger Alkoholkonsum steht mit einem höheren Krebsrisiko in Verbindung
Für die Untersuchung werteten die Wissenschaftler zahlreiche internationale Langzeitstudien aus, in denen große Bevölkerungsgruppen über viele Jahre beobachtet wurden. Nach der Berücksichtigung von Faktoren wie Alter, Rauchen und sozioökonomischem Status zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und dem Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken.
Den Berechnungen zufolge hatten Menschen, die täglich mehr als 24 Gramm reinen Alkohol konsumierten – das entspricht etwa zwei kleinen Gläsern eines alkoholischen Getränks –, ein um 10 bis 30 Prozent höheres Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs als Personen, die weniger oder gar keinen Alkohol tranken.
Forschende wollen Bauchspeicheldrüsenkrebs in die Liste alkoholbedingter Krebsarten aufnehmen
Tim Naimi, Direktor des Canadian Institute for Substance Use Research (CISUR) und Mitautor der Studie, erklärte, dass die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse ausreichen, um Bauchspeicheldrüsenkrebs künftig zu den Krebsarten zu zählen, die mit Alkoholkonsum in Verbindung stehen.
Nach Ansicht der Forschenden bestätigen die Ergebnisse zudem die aktuelle wissenschaftliche Einschätzung, wonach es keine risikofreie Menge an Alkohol gibt. Selbst ein regelmäßiger Konsum kleiner Mengen könne sich negativ auf die Gesundheit auswirken.
Warum die Ergebnisse als besonders aussagekräftig gelten
Die Autoren weisen darauf hin, dass ihre Arbeit auf der Auswertung von Beobachtungsstudien basiert. Deshalb lässt sich ein direkter Ursache-Wirkungs-Zusammenhang nicht endgültig nachweisen. Dennoch erhöht die sorgfältige Methodik die Aussagekraft der Ergebnisse.
So vermieden die Forschenden unter anderem einen häufigen methodischen Fehler, bei dem ehemalige Alkoholkonsumenten fälschlicherweise der Gruppe der Abstinenten zugeordnet werden. Dadurch gelten die Resultate als besonders belastbar und liefern weitere Hinweise auf den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und dem Risiko für Krebserkrankungen.
Alkohol ist bereits mit mehreren Krebsarten verbunden
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt Alkohol bereits als Risikofaktor für sieben Krebsarten, darunter Krebs der Mundhöhle, Brustkrebs und Darmkrebs. Die neuen Studienergebnisse könnten künftig dazu beitragen, auch Bauchspeicheldrüsenkrebs in diese Liste aufzunehmen.
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