In England ist die Sterblichkeit durch Gebärmutterhalskrebs unter jungen Frauen nach der Einführung des Impfprogramms gegen das Humane Papillomavirus (HPV) deutlich zurückgegangen. Das zeigt eine neue Studie, die Gesundheitsdaten aus den Jahren 2001 bis 2024 ausgewertet hat. Demnach lag die Zahl der Todesfälle in den geimpften Jahrgängen deutlich unter den erwarteten Werten. Besonders stark fiel der Effekt bei Frauen aus, die bereits im frühen Jugendalter geimpft wurden. Nach Einschätzung der Forschenden konnten durch das Impfprogramm bereits Hunderte Todesfälle verhindert werden. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf Вild.
Keine Todesfälle in der jüngsten Altersgruppe
Für die Untersuchung analysierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Sterblichkeit durch Gebärmutterhalskrebs bei Frauen im Alter von 20 bis 34 Jahren. Die beobachteten Werte wurden mit Prognosen verglichen, die auf den Trends vor Einführung des HPV-Impfprogramms basierten.
Besonders auffällig waren die Ergebnisse bei den 20- bis 24-Jährigen. Zwischen 2020 und 2024 wurde in dieser Altersgruppe kein einziger Todesfall durch Gebärmutterhalskrebs registriert. Ohne das Impfprogramm wären laut den Berechnungen der Forschenden in diesem Zeitraum etwa 23 Todesfälle zu erwarten gewesen.
Rückgang der Sterblichkeit auch bei älteren Frauen
Auch bei Frauen zwischen 25 und 29 Jahren lag die Zahl der Todesfälle deutlich unter den erwarteten Werten. In der Altersgruppe von 30 bis 34 Jahren war die Sterblichkeit um 63 Prozent niedriger als prognostiziert.
Die Forschenden führen die Unterschiede darauf zurück, dass viele Frauen in den älteren Altersgruppen erst später im Jugendalter geimpft wurden, während die jüngeren Jahrgänge bereits frühzeitig vom umfassenden Impfschutz profitieren konnten.
Impfprogramm könnte rund 200 Todesfälle verhindert haben
Nach Schätzungen der Autorinnen und Autoren der Studie hat das nationale HPV-Impfprogramm bis Ende 2024 rund 200 Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs verhindert.
Das Humane Papillomavirus gilt als Hauptursache für die meisten Fälle von Gebärmutterhalskrebs. Frühere Untersuchungen hatten bereits gezeigt, dass die Impfung wirksam vor HPV-Infektionen und Krebsvorstufen schützt. Die neue Analyse liefert nun zusätzliche Hinweise darauf, dass sich dieser Schutz auch in einer sinkenden Sterblichkeit widerspiegelt.
Nationales Impfprogramm startete 2008
Das landesweite Impfprogramm für Mädchen im Alter von 12 bis 13 Jahren wurde in England im Jahr 2008 eingeführt. Bis zum Beginn der Corona-Pandemie lag die Impfquote bei 80 bis 90 Prozent.
Die Studie basiert auf Gesundheitsdaten aus einem Zeitraum von 24 Jahren. Die Forschenden weisen jedoch darauf hin, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Da nicht bekannt war, welche der verstorbenen Frauen tatsächlich geimpft waren, kann kein direkter Kausalzusammenhang nachgewiesen werden. Dennoch sehen die Autorinnen und Autoren einen engen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Einführung des Impfprogramms und dem Rückgang der Sterblichkeit.
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