Die Aktie von Nintendo hat an der Börse in Tokio deutlich zugelegt, nachdem der Konzern neue Verkaufszahlen für Pokémon Pokopia auf der Switch 2 veröffentlicht hatte. Nach Angaben des Unternehmens wurden weltweit bereits mehr als 5 Millionen Exemplare des Spiels verkauft. Nach dieser Nachricht beendeten die Nintendo-Papiere den Freitagshandel mit einem Plus von rund 7 Prozent. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf cnbc.
Für Anleger sind die Verkaufszahlen großer Spiele ein wichtiger Indikator für die Nachfrage nach der Switch 2. Erfolgreiche Titel können nicht nur die Softwareumsätze steigern, sondern auch zusätzliche Konsolenverkäufe auslösen. Gleichzeitig kämpft Nintendo mit höheren Komponentenkosten und einer schwächeren Absatzentwicklung der Switch 2 im Vergleich zum Vorjahr.
Pokémon Pokopia überschreitet die Marke von 5 Millionen Verkäufen
Nintendo teilte mit, dass sich Pokémon Pokopia weltweit mehr als 5 Millionen Mal verkauft hat. Diese Marke wurde etwas mehr als vier Monate nach dem Verkaufsstart am 5. März 2026 erreicht.
Damit ist der Titel inzwischen das zweitmeistverkaufte Spiel für die Switch 2. Pokémon Pokopia liegt vor Donkey Kong Bananza, muss sich bei den Verkaufszahlen aber weiterhin Mario Kart World geschlagen geben.
Pokémon Pokopia wurde erstmals im September 2025 vorgestellt. Zunächst galt das Spiel nicht als einer der größten potenziellen Blockbuster von Nintendo, da es sich um ein Spin-off der klassischen Pokémon-Reihe handelt.
Das Spielprinzip verbindet bekannte Elemente aus der Pokémon-Welt mit Mechaniken, die an Animal Crossing erinnern. Diese Reihe gehörte bereits auf der ersten Nintendo Switch zu den erfolgreichsten Spielen des Unternehmens.
Anleger hoffen auf stärkere Verkäufe der Switch 2
Die starken Zahlen von Pokémon Pokopia sind für Nintendo auch deshalb wichtig, weil sich der Absatz der Switch 2 zuletzt schwächer entwickelt hatte.
Investoren beobachten die Verkaufszahlen großer Nintendo-Titel genau. Erfolgreiche Spiele können die Nachfrage nach der Konsole erhöhen und damit einen direkten Einfluss auf das Hardwaregeschäft des Unternehmens haben.
Im Quartal bis Ende Juni 2026 verkaufte Nintendo 3,82 Millionen Switch-2-Konsolen. Das entsprach einem Rückgang von rund 34,4 Prozent gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.
Für das Geschäftsjahr, das am 31. März 2027 endet, erwartet Nintendo einen Absatz von rund 16,5 Millionen Switch-2-Geräten. Auch dieser Wert würde unter dem Ergebnis des vorherigen Geschäftsjahres liegen.
Höhere Speicherpreise belasten Nintendo
Zusätzlichen Druck verursachen gestiegene Preise für Speicherchips und andere Komponenten.
Wegen der höheren Produktionskosten hatte Nintendo den Verkaufspreis der Switch 2 angehoben. Die Konsole ist seit etwas mehr als einem Jahr auf dem Markt und bildet inzwischen das Zentrum des aktuellen Hardwaregeschäfts des japanischen Unternehmens.
Steigende Herstellungskosten erschweren es Nintendo, den Konsolenabsatz zusätzlich anzukurbeln. Höhere Verkaufspreise können einen Teil der Verbraucher vom Kauf abhalten, selbst wenn gleichzeitig attraktive neue Spiele erscheinen.
Umso wichtiger sind erfolgreiche Exklusivtitel, die Käufer dazu bewegen können, sich für die Switch 2 zu entscheiden.
Nintendo kündigt neue Inhalte für Pokémon Pokopia an
Zusammen mit den aktuellen Verkaufszahlen hat Nintendo auch weitere Inhalte und Updates für Pokémon Pokopia angekündigt.
Damit will das Unternehmen neue Spieler gewinnen und gleichzeitig das Interesse der bestehenden Community möglichst lange aufrechterhalten.
Ein längerer Lebenszyklus erfolgreicher Spiele ist für Nintendo wirtschaftlich bedeutend. Regelmäßige Updates können die Verkäufe eines Titels auch Monate nach dem ursprünglichen Release unterstützen.
Gleichzeitig sorgen aktive Spieler dafür, dass die Switch 2 stärker genutzt wird und möglicherweise weitere Spiele und digitale Inhalte gekauft werden.
Nintendo-Aktie erholt sich nach schwachem Jahresstart
Trotz des deutlichen Kurssprungs nach den neuen Pokémon-Zahlen liegt die Nintendo-Aktie seit Jahresbeginn weiterhin mehr als 16 Prozent im Minus.
Im vergangenen Monat konnten die Papiere allerdings um mehr als 26 Prozent zulegen. Anleger setzen zunehmend darauf, dass neue Spieleveröffentlichungen die Geschäftsentwicklung verbessern und die Nachfrage nach der Switch 2 stabilisieren könnten.
Nach der Bekanntgabe der Verkaufszahlen von Pokémon Pokopia schloss die Nintendo-Aktie in Japan rund 6,9 bis 7 Prozent höher als am vorherigen Handelstag.
Auch die kommenden Veröffentlichungen des Unternehmens spielen bei der Bewertung eine wichtige Rolle. Nintendo setzt dabei auf mehrere seiner bekanntesten Marken.
Neue Pokémon-Spiele und Zelda-Remake für die Switch 2 geplant
Zu den besonders erwarteten kommenden Spielen gehört The Legend of Zelda: Ocarina of Time.
Nintendo plant eine Neuauflage des Klassikers, dessen ursprüngliche Version Ende der 1990er-Jahre für den Nintendo 64 veröffentlicht wurde.
Darüber hinaus sollen im kommenden Jahr zwei weitere Spiele aus dem Pokémon-Universum erscheinen.
Pokémon und The Legend of Zelda gehören zu den bekanntesten und wirtschaftlich wichtigsten Marken von Nintendo. Neue Titel aus diesen Reihen können deshalb sowohl die Softwareverkäufe als auch die Nachfrage nach der Switch 2 beeinflussen.
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