Die wichtigsten US-Aktienindizes verzeichnen am Montag kräftige Kursgewinne. Für Rückenwind sorgen die nachlassenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, die Entlassung der Fed-Gouverneurin Lisa Cook vorerst zu stoppen. Der Dow Jones gewinnt mehr als 300 Punkte, der S&P 500 legt über ein Prozent zu und der Nasdaq steigt zeitweise um fast zwei Prozent. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf investors.
Zu den größten Gewinnern im Dow Jones zählen Amazon und Alphabet mit Kursanstiegen von knapp vier beziehungsweise fast fünf Prozent. Dagegen geben die Aktien von UnitedHealth und Honeywell zwischen zwei und drei Prozent nach.
Rocket Lab übernimmt Iridium für rund 8 Milliarden US-Dollar
Für besonderes Aufsehen sorgt die Ankündigung von Rocket Lab, den Satellitenkommunikationsanbieter Iridium Communications zu übernehmen. Die Transaktion hat ein Volumen von rund acht Milliarden US-Dollar und wird sowohl in bar als auch mit Aktien finanziert.
Rocket Lab will mit der Übernahme seine Raketenstarts und Satellitenproduktion mit dem weltweiten Kommunikationsnetz von Iridium verbinden. Das Unternehmen erwartet dadurch neue Geschäftsmöglichkeiten in den Bereichen Raumfahrt, Luftfahrt, Schifffahrt, Behörden und Industrie.
Anleger reagieren positiv auf die Nachricht. Die Rocket-Lab-Aktie steigt um fast 16 Prozent, während Iridium zeitweise rund 25 Prozent zulegt.
Trotz des Kurssprungs bewegt sich Rocket Lab technisch weiterhin zwischen der 50- und der 200-Tage-Linie. Analysten rechnen zudem erst im Jahr 2027 mit dem Erreichen der Gewinnschwelle.
Nvidia testet eine entscheidende charttechnische Unterstützung
Die Aktie des KI-Chipherstellers Nvidia kann sich im Handelsverlauf leicht erholen und gewinnt rund ein Prozent. Dabei testet sie die Unterstützung an der 200-Tage-Linie, die derzeit bei etwa 190,7 US-Dollar verläuft.
Seit dem Rekordhoch im Mai hat die Nvidia-Aktie jedoch rund 18 Prozent an Wert verloren. Aus charttechnischer Sicht bleibt das Bild damit angeschlagen.
Fundamental präsentiert sich das Unternehmen weiterhin äußerst stark. Analysten erwarten für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinnanstieg je Aktie von rund 82 Prozent. Für 2027 wird ein weiteres Gewinnwachstum von über 40 Prozent prognostiziert.
Oberster Gerichtshof stärkt vorerst die Unabhängigkeit der US-Notenbank
Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten entschied mit fünf zu vier Stimmen, dass Fed-Gouverneurin Lisa Cook ihr Amt zunächst behalten darf, solange ihr Rechtsstreit über die Entlassung nicht abgeschlossen ist.
Die Regierung von Präsident Donald Trump wollte eine frühere Gerichtsentscheidung aufheben lassen, scheiterte jedoch vorerst. Gleichzeitig bestätigte das Gericht in einem anderen Verfahren das Recht des Präsidenten, Mitglieder der Federal Trade Commission zu entlassen. Damit wurde die besondere Unabhängigkeit der US-Notenbank von anderen Bundesbehörden abgegrenzt.
Entspannung im Nahen Osten sorgt für positive Marktstimmung
Zusätzliche Unterstützung erhielt der Aktienmarkt durch Berichte über geplante Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Katar. Nach den jüngsten Spannungen rund um die Straße von Hormus hoffen Anleger auf eine diplomatische Entspannung.
US-Präsident Donald Trump erklärte, beide Seiten hätten einem Treffen zugestimmt. Die Aussicht auf Verhandlungen stärkte die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten.
Der Preis für US-Öl der Sorte WTI stieg um rund zwei Prozent auf etwa 73 US-Dollar je Barrel. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag bei 4,37 Prozent. Bitcoin gewann ebenfalls knapp zwei Prozent und notierte bei rund 60.400 US-Dollar.
Anleger warten auf den US-Arbeitsmarktbericht
Im weiteren Wochenverlauf richtet sich der Fokus der Investoren auf neue Konjunkturdaten aus den USA. Am Donnerstag wird der Arbeitsmarktbericht für Juni veröffentlicht.
Volkswirte rechnen mit einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. Gleichzeitig dürfte sich das Beschäftigungswachstum auf etwa 75.000 neue Stellen verlangsamen, nachdem im Mai noch 172.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden.
Bereits zuvor stehen unter anderem der ADP-Arbeitsmarktbericht, das Verbrauchervertrauen des Conference Board, die Bauausgaben sowie der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf der Agenda.
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