Nach mehreren Tagen mit extremer Hitze haben schwere Gewitter weite Teile Bayerns erfasst. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) verschärfte seine Warnungen im Laufe des Tages mehrfach und rief in mehreren Regionen die höchste Warnstufe aus. Meteorologen warnten vor außergewöhnlich starkem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen, die eine erhebliche Gefahr für Menschen und Infrastruktur darstellen. Sachsen-Anhalt und Thüringen.Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf br24.
Schwerste Unwetter im Süden und Osten Bayerns
Am Abend galten Warnungen der höchsten Stufe unter anderem für das Gebiet zwischen Landsberg am Lech, Weilheim und München sowie für Teile Ostbayerns zwischen Dingolfing, Deggendorf, Straubing und Pfarrkirchen. Auch die Region zwischen Rosenheim und Bad Reichenhall war betroffen.
Nach Angaben des DWD konnten örtlich innerhalb einer Stunde zwischen 40 und 60 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Zudem wurden Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h sowie Hagel mit einer Korngröße von rund zwei Zentimetern erwartet.
Gefahr durch Überschwemmungen und schwere Schäden
Die Meteorologen warnten vor einer erhöhten Gefahr durch Blitzschläge, umstürzende Bäume, herabfallende Äste und herumfliegende Gegenstände. Außerdem bestand das Risiko von Überflutungen auf Straßen, in Unterführungen und Kellern. Auch Aquaplaning sowie örtliche Erdrutsche konnten nicht ausgeschlossen werden.
Für Teile Südbayerns wurden einzelne Extremwarnungen später wieder aufgehoben. Zwischen Alpen und Donau blieben jedoch weiterhin Unwetterwarnungen bestehen, da dort lokal heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel erwartet wurden.
Nürnberg meldet erste Schäden nach dem Sturm
Zu den ersten Städten, die von den Unwettern betroffen waren, gehörte Nürnberg. Nach Angaben der Polizei gingen rund 40 wetterbedingte Einsätze ein.
Mehrere Bäume wurden entwurzelt, Straßen standen unter Wasser. In einer Kleingartenanlage im Nordwesten der Stadt wurden etwa 15 Parzellen beschädigt. Zwei Menschen wurden von umstürzenden Bäumen getroffen, eine Person erlitt Verletzungen. In der Äußeren Bayreuther Straße wurde eine Unterführung überflutet, wobei ein Auto im Wasser stecken blieb.
Warnungen gelten für weite Teile Bayerns
Bereits am Nachmittag hatte der Deutsche Wetterdienst vor schweren Gewittern in Niederbayern, der Oberpfalz, Oberfranken sowie in den südlichen Teilen Oberbayerns und im östlichen Schwaben gewarnt.
Dort wurden örtlich Gewitter mit 20 bis 30 Litern Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit, Windböen von bis zu 60 bis 70 km/h sowie Hagel erwartet. Gleichzeitig betonte der DWD, dass sich die Wetterlage rasch verändern könne und Warnungen je nach Zugbahn der Gewitterzellen laufend angepasst oder aufgehoben würden.
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