Die europäischen Behörden für Lebensmittelsicherheit untersuchen einen großflächigen Salmonellen-Ausbruch, der inzwischen 14 Länder erfasst hat. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen gelten Instantnudeln einer bestimmten Marke als wahrscheinlichste Infektionsquelle. Die Erkrankungen wurden zwischen November 2025 und Juni 2026 registriert. Besonders häufig betroffen waren Kinder und junge Erwachsene. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf spiegel.
Mehr als 100 bestätigte Infektionen in 14 Ländern
Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) wurden in diesem Zeitraum 106 Infektionen laborbestätigt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) spricht in ihrer Auswertung von 104 bestätigten Fällen.
Registriert wurden Erkrankungen in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Tschechien, Dänemark, Estland, Frankreich, Ungarn, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Norwegen, Polen und Schweden. Mindestens 49 Betroffene mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die meisten Erkrankten waren Kinder und junge Erwachsene.
Ermittlungen weisen auf Instantnudeln einer Marke hin
Nach Angaben von EFSA und ECDC sprechen die bisherigen epidemiologischen und mikrobiologischen Erkenntnisse dafür, dass die Infektionen mit Produkten derselben Instantnudel-Marke zusammenhängen.
Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht der Salmonellenstamm Salmonella Stanley. Die europäischen Behörden erklärten zudem, dass die betroffenen Produkte von einem Hersteller aus der Ukraine produziert wurden. Den Markennamen nannten sie in ihrer Mitteilung jedoch nicht.
Unternehmen ruft betroffene Chargen zurück
Bereits in der vergangenen Woche teilte Reeva Foods mit, dass in einer bestimmten Charge seiner Instantnudeln möglicherweise Salmonella Stanley nachgewiesen worden sei. Die betroffenen Produkte wurden auf den baltischen Märkten verkauft.
Hergestellt wurden die Nudeln vom ukrainischen Produzenten Euro Food Service. Das Unternehmen leitete nach Bekanntwerden der Hinweise eine interne Untersuchung ein und nahm die betroffenen Chargen vorsorglich vom Markt.
Nach Angaben von Reeva Foods wurden zusätzlich unabhängige Laboranalysen, behördliche Kontrollen, ein erweitertes Umweltmonitoring in der Produktion sowie weitere vorbeugende Maßnahmen veranlasst. Das Unternehmen erklärte, eng mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten.
Welche Produkte betroffen sind
Nach Angaben der europäischen Behörden wurde der Ausbruchsstamm bei mikrobiologischen Untersuchungen in Deutschland und Litauen in Instantnudeln mit Hähnchen- und scharfem Hähnchengeschmack nachgewiesen.
Die Untersuchungen dauern weiterhin an. Die zuständigen Behörden prüfen zusätzliche Produktchargen, um das gesamte Ausmaß des Ausbruchs und mögliche weitere Zusammenhänge festzustellen.
Diese Symptome verursacht eine Salmonellen-Infektion
Zu den typischen Beschwerden einer Salmonellen-Infektion gehören Durchfall, Fieber, starkes Erbrechen, Bauchkrämpfe und Flüssigkeitsverlust. Die meisten Erkrankten erholen sich innerhalb einer Woche.
Bei kleinen Kindern, älteren Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem kann die Infektion jedoch einen schweren Verlauf nehmen und eine stationäre Behandlung erforderlich machen.
lesen Sie auch: Kaufland-Kunde entdeckt abgelaufenes Fleisch im Kühlschrank: Aussage eines Metzgers sorgt für Diskussionen

