Im Werk von Lorenz Snacks in Hankensbüttel, einem der bekannten Hersteller von Knabberartikeln in Deutschland, kam es zu einem achtstündigen Warnstreik. Die Aktion betraf sowohl die Produktion als auch die Logistik. Nach Angaben der Gewerkschaft NGG beteiligten sich rund 70 Beschäftigte an dem Arbeitskampf. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf braunschweiger-zeitung.
Der Warnstreik wurde von einer Kundgebung vor dem Werkstor begleitet und fand kurz vor der zweiten Tarifverhandlungsrunde statt. Die Gespräche zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern sollen am Montag in Hannover fortgesetzt werden.
Gewerkschaft fordert 5,8 Prozent mehr Lohn
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) verlangt eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das Angebot der Arbeitgeber aus der ersten Verhandlungsrunde am 26. Mai wird von der Arbeitnehmerseite als unzureichend bewertet.
Nach dem Vorschlag der Arbeitgeber sollen die Löhne im Jahr 2026 um 1,9 Prozent und im Jahr 2027 um weitere 1,5 Prozent steigen. Zudem ist eine sechsmonatige Nullrunde vorgesehen, was bei vielen Beschäftigten auf Kritik stößt.
Beschäftigte verweisen auf steigende Lebenshaltungskosten
Die Gewerkschaft begründet ihre Forderungen mit den anhaltend hohen Ausgaben für Energie, Kraftstoff und Lebensmittel. Diese Belastungen würden viele Arbeitnehmer und ihre Familien zunehmend unter Druck setzen.
Nach Angaben der NGG pendeln zahlreiche Beschäftigte täglich aus umliegenden Regionen nach Hankensbüttel. Vor allem die gestiegenen Kraftstoffkosten hätten die finanzielle Situation vieler Mitarbeiter zusätzlich verschärft.
Tarifkonflikt erfasst die deutsche Süßwarenindustrie
Auf Arbeitgeberseite wird die Bundesvereinigung der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) an den Verhandlungen beteiligt. Tarifabschlüsse in der Branche werden traditionell auf regionaler oder Landesebene ausgehandelt.
Der Arbeitskampf bei Lorenz Snacks reiht sich in eine Serie von Warnstreiks in der deutschen Süßwarenindustrie ein. Bereits Anfang Juni hatten rund 200 Beschäftigte von Bahlsen an den Standorten Barsinghausen, Langenhagen und Hannover ihre Arbeit niedergelegt.
Die deutsche Süßwarenindustrie zählt zu den wichtigsten Bereichen der Lebensmittelbranche. In rund 200 überwiegend mittelständischen Unternehmen sind etwa 60.000 Menschen beschäftigt.
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