Nach der Nachricht vom Tod des ehemaligen polnischen Skispringers Grzegorz Miętus haben sich zahlreiche Sportler und Trainer mit persönlichen Erinnerungen an ihn zu Wort gemeldet. Einer von ihnen ist der frühere Skispringer und heutige Eurosport-Experte Jakub Kot, der Miętus bereits seit Kindertagen kannte. Im Gespräch mit WP SportoweFakty sprach er über die gemeinsamen Anfänge, das außergewöhnliche Talent des Verstorbenen und dessen Weg im Skispringen. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf sportowefakty.
Gemeinsamer Start im Skispringen
Der Polnische Skiverband gab am 4. Juli bekannt, dass Grzegorz Miętus im Alter von 33 Jahren verstorben ist. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere arbeitete er als Trainer der polnischen Junioren-Nationalmannschaft.
Jakub Kot erinnerte daran, dass beide ihre ersten Schritte im Verein Start Krokiew Zakopane unter Trainer Kazimierz Długopolski machten. Damals trainierten dort die Brüder Kot sowie die drei Miętus-Brüder – Robert, Krzysztof und der jüngste, Grzegorz.
Nach den Worten von Kot gehörte diese Gruppe zu den stärksten Nachwuchsteams im polnischen Skispringen. Gemeinsam nahmen sie an Trainingslagern teil, starteten im Lotos-Cup und galten schon früh als große Talente.
Eines der größten Talente seiner Generation
Kot betonte, dass Miętus über außergewöhnliche sportliche Fähigkeiten verfügte. Er erinnerte an die Junioren-Weltmeisterschaft 2009 in Štrbské Pleso, bei der die polnische Mannschaft die Bronzemedaille im Teamwettbewerb gewann. Neben Grzegorz Miętus gehörten damals auch Maciej Kot und Andrzej Zapotoczny zum Team.
Laut dem Eurosport-Experten trennten sich ihre sportlichen Wege später, dennoch sei er überzeugt gewesen, dass Miętus das Potenzial hatte, sich dauerhaft in der Weltspitze des Skispringens zu etablieren.
Kot sagte, es habe ihn überrascht, dass Miętus dieses Potenzial letztlich nicht vollständig ausschöpfen konnte, obwohl er ihm regelmäßige Platzierungen unter den besten Zehn im Weltcup zugetraut habe.
Nach der Karriere dem Skispringen treu geblieben
Grzegorz Miętus beendete seine aktive Laufbahn bereits im Alter von 23 Jahren. Dem Skispringen blieb er jedoch erhalten und arbeitete anschließend als Trainer mit Nachwuchsathleten.
Jakub Kot berichtete, dass sie sich auch nach dem Karriereende regelmäßig bei Wettkämpfen begegneten, wenn auch in unterschiedlichen Funktionen.
Außerdem erinnerte er daran, dass Miętus in den Trainingslagern gerne Volleyball spielte und sich leidenschaftlich für Motorsport, die Formel 1 und Rallye interessierte.
Als lebensfroher Mensch in Erinnerung
Besonders hob Jakub Kot die menschlichen Eigenschaften seines früheren Teamkollegen hervor. Er beschrieb Miętus als lebensfrohen, energiegeladenen Menschen mit einem ausgeprägten Sinn für Humor.
Nach seinen Worten verstand es Miętus, mit Scherzen für gute Stimmung zu sorgen. Oft sprach er im Góral-Dialekt, was bei Mannschaftskameraden und Trainern regelmäßig für Gelächter sorgte.
Für Jakub Kot wird Grzegorz Miętus vor allem als offener, herzlicher und stets gut gelaunter Mensch in Erinnerung bleiben, der überall positive Energie verbreitete.
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