In der bayerischen Stadt Schongau läuft nach einem Vorfall am Welfen-Gymnasium ein größerer Polizeieinsatz. Nach vorläufigen Angaben wurden zwei Mädchen schwer verletzt. Ein 16-jähriger Jugendlicher wurde kurz nach der Tat festgenommen. Die Ermittler prüfen derzeit die genauen Umstände und klären, ob der Festgenommene Schüler oder ehemaliger Schüler der Schule ist. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf Вild.
Was am Welfen-Gymnasium in Schongau geschah
Der Alarm ging gegen 12.50 Uhr bei den Einsatzkräften ein. Danach wurden zahlreiche Polizeistreifen, Rettungskräfte und Sanitäter zum Welfen-Gymnasium in Schongau entsandt. Die Stadt liegt in Oberbayern, südwestlich von München.
Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurden alle verfügbaren Kräfte mobilisiert. Vor Ort waren schwer bewaffnete Beamte im Einsatz. Das Schulgelände und die nähere Umgebung wurden durchsucht. Auch ein Polizeihubschrauber war an der Suche beteiligt.
Der Vorfall ereignete sich während der Unterrichtszeit. Zunächst wurde eine mögliche Schussabgabe an der Schule nicht ausgeschlossen. Nach Informationen von BILD sollen die Verletzungen der Opfer jedoch durch Messerstiche verursacht worden sein. Offiziell war der genaue Ablauf der Tat zunächst noch unklar.
Zwei Mädchen erlitten schwere Verletzungen
Die Polizei bestätigte, dass mindestens zwei Mädchen schwere Verletzungen erlitten haben. Trotz der Schwere der Verletzungen soll nach ersten Angaben keine Lebensgefahr bestehen.
Zu Beginn des Einsatzes war aus Sicherheitskreisen zunächst von vier Verletzten die Rede gewesen. Später präzisierte die Polizei die Angaben und sprach von zwei schwer verletzten Mädchen. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der ADAC-Luftrettung waren insgesamt sechs Hubschrauber im Einsatz. Einer der Hubschrauber transportierte Verletzte in eine Klinik.
Weitere Angaben zum Alter der Opfer oder zu ihrem genauen Zustand machten die Behörden zunächst nicht. Ermittler sicherten Spuren und befragten Zeugen.
16-jähriger Verdächtiger nach Flucht festgenommen
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 16-jährigen Jugendlichen. Nach vorläufigen Informationen versuchte er nach dem Vorfall zu fliehen, wurde jedoch wenig später von der Polizei festgenommen.
Nach BILD-Informationen soll der Angreifer ein Messer und eine Schusswaffe bei sich gehabt haben. Beide Gegenstände seien von der Polizei sichergestellt worden. Die Ermittler prüfen nun, welche Rolle die sichergestellten Waffen bei der Tat gespielt haben.
Die Polizei Oberbayern Süd erklärte, man gehe derzeit von einem Einzeltäter aus.
„Derzeit gehen wir davon aus, dass der Täter allein gehandelt hat. Es gibt keine Hinweise auf weitere Beteiligte“, teilte die Polizei mit.
Die Ermittler klären außerdem, ob der Festgenommene einen Bezug zum Welfen-Gymnasium hatte — als aktueller Schüler oder als ehemaliger Schüler. Ein Motiv wurde zunächst nicht offiziell genannt.
Teile des Vorfalls könnten sich nahe der Schule abgespielt haben
Nach ersten Erkenntnissen spielte sich der Vorfall offenbar nicht nur auf dem Schulgelände, sondern auch in unmittelbarer Nähe der Schule ab. Deshalb durchsuchte die Polizei nicht nur das Gebäude, sondern auch angrenzende Straßen und Bereiche.
Die Behörden riefen Anwohner und Passanten dazu auf, das Gebiet rund um den Einsatzort zu meiden. Die Umgebung des Gymnasiums stand zeitweise unter verstärkter polizeilicher Kontrolle.
Am Nachmittag waren Einsatzkräfte weiterhin vor Ort. Ermittler dokumentierten Spuren, überprüften das Gelände und rekonstruierten den Ablauf des Geschehens.
Anlaufstelle für Eltern eingerichtet
Wegen des Großeinsatzes und der hohen Zahl betroffener Schüler richteten die Behörden eine Anlaufstelle für Angehörige und Eltern ein. Sie wurde im Feuerwehrhaus an der Bahnhofstraße organisiert.
Nach Angaben aus den Einsatzberichten waren rund 800 Schülerinnen und Schüler betroffen. Das Welfen-Gymnasium ist Teil eines größeren Schulkomplexes. In der Nähe befinden sich zudem eine Realschule und eine Mittelschule. Der Bereich rückte deshalb schnell in den Fokus der Einsatzkräfte.
Eltern wurden gebeten, nicht direkt zur Schule zu fahren, um die Arbeit von Polizei, Rettungsdienst und Ermittlern nicht zu behindern.
Was über den Einsatzort bekannt ist
Schongau ist eine Kleinstadt im Westen Oberbayerns. Sie liegt am Lech und hat mehr als 12.000 Einwohner.
Das Welfen-Gymnasium gehört zu einem örtlichen Bildungszentrum. Am Tag des Vorfalls lief der Unterricht regulär, als bei der Polizei die Meldung über eine Gefahrenlage einging.
Vor Ort waren zahlreiche Streifen, Ermittler, Sanitäter und Rettungskräfte im Einsatz. Teile des Gebiets wurden abgesperrt, der Verkehr in der Nähe der Schule wurde eingeschränkt.
Ermittlungen zu Waffen und Motiv laufen
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen derzeit das Motiv, die Bewegungen des Verdächtigen und die genauen Umstände der Verletzungen der beiden Mädchen. Die Polizei prüft außerdem die sichergestellten Gegenstände und klärt, ob eine Schusswaffe tatsächlich eingesetzt wurde.
Offizielle Hinweise auf Mittäter gibt es bislang nicht. Die Ermittler gehen nach aktuellem Stand von einem allein handelnden Verdächtigen aus.
Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei ruft dazu auf, keine unbestätigten Informationen zu verbreiten und sich an offiziellen Angaben der Ermittlungsbehörden zu orientieren.
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