Die deutsche Bloggerin Laura Victoria Hartig, die für ihre Beiträge über Reisen, Radsport und Bergtouren bekannt war, ist nach einem schweren Unfall in den italienischen Dolomiten gestorben. Die 30-jährige Bayerin erlag am Abend des 12. Juli ihren Verletzungen – fast drei Wochen nach einem Frontalzusammenstoß mit einem Motorrad am Sellajoch. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf Вild.
Der Unfall ereignete sich am 23. Juni auf der Bergstraße SS 242 zwischen dem Trentino und Südtirol. Hartig fuhr mit ihrem Rennrad den Pass in Richtung Canazei hinab. In einer Kurve kollidierte sie mit einem entgegenkommenden Motorrad.
Der Aufprall war so heftig, dass das Fahrrad in zwei Teile zerbrach. Laura Hartig erlitt lebensgefährliche Verletzungen und verlor das Bewusstsein. Rettungskräfte reanimierten sie noch an der Unfallstelle. Anschließend wurde sie mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Bozen gebracht.
Motorrad wurde von bekanntem italienischen Skirennfahrer gesteuert
Am Steuer des Motorrads saß der 57-jährige Peter Runggaldier, ein ehemaliger professioneller Skirennfahrer aus Gröden in Südtirol. Auch er wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Trient geflogen.
Runggaldier startete für die italienische Nationalmannschaft und gehörte zu den bekanntesten Abfahrtsläufern seiner Generation. 1991 gewann er bei der Weltmeisterschaft die Silbermedaille in der Abfahrt. In der Saison 1994/1995 entschied er zudem die Gesamtwertung des Super-G-Weltcups für sich.
Nach dem Unfall äußerte sich der frühere Sportler zunächst nicht öffentlich. Über Vertreter bat er um Verständnis für sein Schweigen. Italienischen Medien zufolge arbeitet Runggaldier mit den Ermittlungsbehörden zusammen und hat die erforderlichen Aussagen gemacht.
Ärzte kämpften mehr als zwei Wochen um Hartigs Leben
Nach ihrer Einlieferung blieb der Zustand von Laura Hartig äußerst kritisch. Die Ärzte im Krankenhaus von Bozen versuchten mehr als zwei Wochen lang, die Patientin zu stabilisieren und die Folgen ihrer zahlreichen Verletzungen zu behandeln.
Am 9. Juli wurde die Bloggerin in eine Spezialklinik im bayerischen Murnau verlegt. Die Einrichtung liegt unweit des Wohnorts ihrer Angehörigen. Der Transport erfolgte nach Absprache mit den behandelnden Ärzten und der Familie.
Trotz der weiteren medizinischen Behandlung konnte Hartig nicht gerettet werden. Am Sonntag, dem 12. Juli, starb sie an den Folgen der Verletzungen, die sie bei der Kollision erlitten hatte. Ihr Tod wurde durch Mitteilungen der Familie sowie durch Berichte deutscher und italienischer Medien bekannt.
Unfall ereignete sich kurz nach der Hochzeit
Die Reise in die Dolomiten fand kurz nach der Hochzeit von Laura Hartig statt. Wenige Tage vor dem Unglück hatte sie ihren Partner Tilman in Südtirol geheiratet. Das Paar wollte die Flitterwochen in den Alpen verbringen und dort gemeinsam sportlich aktiv sein.
Zwei Tage vor dem Unfall veröffentlichte Hartig auf Instagram Fotos von der Hochzeitsfeier. Die Aufnahmen zeigten das Paar vor einer alpinen Bergkulisse. Es war der letzte Beitrag auf dem Profil der Bloggerin.
Hartig betrieb den Instagram-Account „alltimelaura“ und hatte dort mehr als 50.000 Follower. Sie berichtete über Radtouren, Wanderungen, Reisen und Outdoor-Sport. Ein großer Teil ihrer Inhalte drehte sich um Bergregionen in Deutschland, Österreich und Italien.
Nach der Nachricht von ihrem Tod erschienen unter ihren Fotos Tausende Beileidsbekundungen. Viele Nutzer erinnerten an Hartig als erfahrene Sportlerin und leidenschaftliche Outdoor-Enthusiastin.
Staatsanwaltschaft untersucht die Unfallursache
Die Staatsanwaltschaft Trient untersucht die Umstände des tödlichen Unfalls. Die Ermittler prüfen die Fahrwege des Fahrrads und des Motorrads, den Zustand der Straße, die Sichtverhältnisse in der Kurve sowie die mögliche Geschwindigkeit beider Beteiligten.
An der Unfallstelle waren Beamte der örtlichen Polizei im Fassatal im Einsatz. Sie dokumentierten die Position der Fahrzeuge, die Schäden am Fahrrad und am Motorrad und befragten mögliche Zeugen.
Bislang ist offiziell nicht bekannt, welcher der beiden Beteiligten auf die Gegenfahrbahn geraten sein könnte und ob Verstöße gegen die Verkehrsregeln vorlagen. Über mögliche strafrechtliche Schritte soll nach Abschluss der technischen Gutachten und der Auswertung der Ermittlungsakten entschieden werden.
Peter Runggaldier befindet sich derzeit in der Genesungsphase. Nähere Angaben zu seinem aktuellen Gesundheitszustand wurden bislang nicht veröffentlicht.
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