Der Internationale Tag des Bieres wird 2026 am Freitag, dem 7. August, gefeiert. Der Aktionstag bringt Bierliebhaber, Brauer sowie Betreiber von Gaststätten und Biergärten in zahlreichen Ländern zusammen. Das Datum wechselt von Jahr zu Jahr, denn der Weltbiertag ist nicht an einen festen Kalendertag gebunden, sondern findet immer am ersten Freitag im August statt. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf t-online.
Bier zählt zu den ältesten Getränken der Menschheitsgeschichte. Im Laufe der Jahrtausende haben sich zahlreiche Brautraditionen und Tausende verschiedene Biersorten entwickelt – vom klassischen deutschen Pils bis zum belgischen Lambic. In Deutschland, wo Bier ein fester Bestandteil der Genuss- und Braukultur ist, gibt es zusätzlich einen eigenen nationalen Tag des Bieres.
Wann wird der Internationale Tag des Bieres 2026 gefeiert?
Der Internationale Tag des Bieres, häufig auch Weltbiertag genannt, findet jedes Jahr am ersten Freitag im August statt. Im Jahr 2026 fällt dieser Termin auf den 7. August.
In den kommenden Jahren wird der Aktionstag an folgenden Tagen begangen:
- 2027: 6. August;
- 2028: 4. August;
- 2029: 3. August;
- 2030: 2. August.
Die Idee für den Feiertag entstand in den USA. Als Initiatoren gelten Aaron Araki, Jesse Avshalomov, Tyler Burton, Ryland Hale und Evan Hamilton. Die Initiative wurde 2007 ins Leben gerufen, erstmals offiziell gefeiert wurde der Internationale Tag des Bieres im Jahr 2008.
Die Gründer wollten einen Tag schaffen, der sowohl Besucher von Bars und Restaurants zusammenbringt als auch die Arbeit jener Menschen würdigt, die Bier brauen und ausschenken. Gleichzeitig sollte der Tag dazu dienen, Bierkulturen und Sorten aus verschiedenen Ländern kennenzulernen.
Mit der Zeit verbreitete sich die Initiative weit über die Vereinigten Staaten hinaus. Heute wird der Internationale Tag des Bieres auch in Europa, Asien, Australien und zahlreichen weiteren Regionen begangen.
Wann ist der Tag des Deutschen Bieres?
Deutschland hat zusätzlich einen eigenen Aktionstag, der der nationalen Brautradition gewidmet ist. Der Tag des Deutschen Bieres wird jedes Jahr am 23. April gefeiert.
Sein historischer Hintergrund ist eng mit dem deutschen Reinheitsgebot verbunden. Die entsprechende Regelung wurde am 23. April 1516 erlassen und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem der wichtigsten Symbole deutscher Braukultur.
Mit dem Reinheitsgebot werden heute traditionell vier zentrale Zutaten in Verbindung gebracht: Wasser, Malz, Hopfen und Hefe.
Der moderne Tag des Deutschen Bieres wurde auf Initiative deutscher Brauereien ins Leben gerufen und erstmals 1994 begangen.
Auch in Nachbarländern gibt es vergleichbare Aktionstage. In Österreich wird der Tag des österreichischen Bieres jedes Jahr am 30. September gefeiert. In der Schweiz findet der entsprechende Bier-Tag jeweils am letzten Freitag im April statt.
Wie viele Biersorten gibt es in Deutschland und weltweit?
Deutschland gehört weiterhin zu den bedeutendsten Zentren traditioneller Braukultur in Europa. Nach Angaben der deutschen Brauwirtschaft gibt es hierzulande rund 5.000 verschiedene Biere und etwa 1.492 aktive Brauereien.
Weltweit ist die Vielfalt noch deutlich größer. Schätzungen zufolge existieren international zwischen 10.000 und 15.000 unterschiedliche Bierarten und -stile.
Die Unterschiede betreffen nicht nur Rezepturen, Alkoholgehalt oder verwendete Hopfensorten. Eine wichtige Rolle spielt auch das jeweilige Brauverfahren, insbesondere die Art der Gärung.
In Deutschland gehören Pils, Lager, Export, Weizenbier, Kölsch und Altbier zu den bekanntesten Kategorien. Gleichzeitig wächst der Markt für alkoholfreie Varianten sowie für Biermischgetränke.
Welche Länder produzieren am meisten Bier?
China ist weiterhin der weltweit größte Bierproduzent. Im Jahr 2025 lag die Produktion bei rund 353,6 Millionen Hektolitern.
Auf Platz zwei folgten die USA mit etwa 174,91 Millionen Hektolitern, während Brasilien mit rund 151,1 Millionen Hektolitern den dritten Rang belegte.
Auch Deutschland zählt zu den bedeutenden Bierproduzenten weltweit. Vor allem innerhalb Europas nimmt das Land dank seiner großen Zahl regionaler und überregionaler Brauereien eine wichtige Position ein.
Die deutsche Brauwirtschaft wird sowohl von großen Unternehmen als auch von zahlreichen kleinen und mittelständischen Familienbrauereien geprägt. Einige dieser Betriebe bestehen bereits seit mehreren Generationen und sind eng mit ihrer jeweiligen Region verbunden.
Wie viel Bier wird in Deutschland getrunken?
Der Bierkonsum in Deutschland geht seit Jahren zurück. Im Jahr 2025 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei rund 84,3 Litern.
Im Vergleich zu früheren Jahrzehnten trinken die Menschen hierzulande deutlich weniger Bier. Branchenvertreter führen diese Entwicklung auf mehrere Faktoren zurück.
Eine Rolle spielt unter anderem der demografische Wandel. Der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung steigt, und ältere Bevölkerungsgruppen konsumieren durchschnittlich weniger alkoholische Getränke.
Gleichzeitig verändern sich die Gewohnheiten jüngerer Verbraucher. Themen wie Ernährung, Gesundheit und die Risiken regelmäßigen Alkoholkonsums spielen bei Kaufentscheidungen eine zunehmend größere Rolle.
Vor diesem Hintergrund bauen viele Brauereien ihr Angebot an alkoholfreien Produkten aus. Neben klassischen alkoholfreien Lagerbieren sind inzwischen auch Weizenbiere, Radler und weitere Sorten ohne Alkohol breit erhältlich.
Weltweit werden pro Jahr schätzungsweise etwa 177 Milliarden Liter Bier konsumiert.
Welche Biersorten sind besonders beliebt?
Die Vorlieben unterscheiden sich je nach Alter, Region und Geschlecht. Zu den meistgetrunkenen Bierkategorien in Deutschland zählen jedoch weiterhin Pils, Radler, Helles und Weizenbier.
Bei Frauen gehören laut entsprechenden Erhebungen folgende Sorten zu den beliebtesten:
- Radler und Biermischgetränke;
- Pils;
- alkoholfreies Bier;
- Helles;
- Weizenbier.
Bei Männern sieht die Reihenfolge etwas anders aus:
- Pils;
- Radler und Biermischgetränke;
- Helles;
- Weizenbier;
- alkoholfreies Bier.
Pils nimmt wegen seines eher trockenen Geschmacks und der ausgeprägten Hopfenbittere eine besonders starke Marktposition ein. Helle Biere sind dagegen vor allem im Süden Deutschlands und insbesondere in Bayern weit verbreitet.
Auch Weizenbier gehört fest zur deutschen Bierkultur. Typisch sind ein hoher Anteil an Weizenmalz und charakteristische Aromen, die je nach Hefe an Banane, Gewürznelke oder andere würzige Noten erinnern können.
Welche Biermarken sind in Deutschland besonders bekannt?
Der deutsche Biermarkt ist von zahlreichen nationalen und regionalen Marken geprägt. Zu den bekanntesten Namen gehören Krombacher, Bitburger, Beck’s, Warsteiner, Paulaner, Radeberger, Veltins, König Pilsener, Jever und Erdinger.
Darüber hinaus besitzt auch die internationale Marke Heineken in Deutschland einen hohen Bekanntheitsgrad.
Eine Besonderheit des deutschen Biermarktes ist die starke regionale Verankerung vieler Brauereien. In zahlreichen Bundesländern spielen lokale Marken weiterhin eine wichtige Rolle.
In Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und anderen Regionen haben sich zudem eigene Bierstile und Konsumgewohnheiten etabliert. Welche Marke oder Sorte besonders beliebt ist, kann sich daher von Stadt zu Stadt deutlich unterscheiden.
Was ist der Unterschied zwischen ober- und untergärigem Bier?
Ein entscheidender Unterschied zwischen vielen Biersorten liegt in der verwendeten Hefe und der Temperatur, bei der die Gärung stattfindet.
Bei der Untergärung setzen sich die Hefezellen nach Abschluss des Gärprozesses überwiegend am Boden des Gärbehälters ab. Diese Biere werden in der Regel bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen vergoren.
Zu den untergärigen Bieren zählen unter anderem:
- Pils;
- Lager;
- Export;
- viele helle Biersorten.
Bei der Obergärung kommen andere Hefestämme zum Einsatz. Die Gärung erfolgt bei höheren Temperaturen, wobei sich die Hefe während des Prozesses stärker an der Oberfläche sammelt.
Zu den obergärigen Bieren gehören:
- Weizenbier;
- Kölsch;
- Altbier;
- verschiedene Ale-Sorten.
Die jeweilige Gärmethode beeinflusst Aroma, Geschmack und Charakter des fertigen Bieres deutlich.
Was ist spontan vergorenes Bier?
Eine eigene Kategorie bilden Biere, die durch spontane Gärung entstehen. Bei dieser traditionellen Methode wird dem Bier keine gezielt gezüchtete Brauhefe zugesetzt.
Stattdessen beginnt die Gärung durch natürliche Mikroorganismen und wilde Hefen aus der Umgebung. Dafür kann die Bierwürze in offenen Behältern mit der Umgebungsluft in Kontakt kommen.
Zu den bekanntesten Beispielen für diese Art der Herstellung gehört das belgische Lambic.
Auf dieser Grundlage entstehen auch weitere Bierstile. Dazu zählt etwa Kriek, ein traditionell mit Kirschen hergestelltes Fruchtbier.
Die spontane Gärung erfordert besondere Bedingungen und unterscheidet sich deutlich von standardisierten industriellen Brauverfahren.
Der Internationale Tag des Bieres verbindet unterschiedliche Brautraditionen
Die Besonderheit des Internationalen Tages des Bieres liegt vor allem in seinem weltweiten Charakter. Der Aktionstag ist weder an ein bestimmtes Land noch an eine einzelne Biersorte oder Brauerei gebunden.
Am ersten Freitag im August veranstalten Brauereien, Bars, Gaststätten und Biergärten in vielen Ländern thematische Aktionen. Dazu können Verkostungen, Präsentationen regionaler Sorten oder Veranstaltungen mit Brauern gehören.
In Deutschland trifft der Internationale Tag des Bieres auf eine jahrhundertealte eigene Brautradition. Neben dem weltweiten Aktionstag im August spielt deshalb auch der 23. April eine besondere Rolle – der Tag, der historisch mit dem deutschen Reinheitsgebot verbunden ist.
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