Ein Hersteller von Kartonverpackungen in Baden-Württemberg hat ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Die Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH hat beim Amtsgericht Rottweil einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf Вild.
Das Unternehmen, das seit rund 75 Jahren besteht und Faltschachtelkarton für die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie produziert, setzt den Geschäftsbetrieb derzeit ohne Einschränkungen fort. Die Zukunft von rund 220 Beschäftigten hängt jedoch davon ab, ob in den kommenden Monaten ein neuer Investor gefunden werden kann.
Geschäftsbetrieb läuft unter Aufsicht des Insolvenzverwalters weiter
Das Gericht hat den Restrukturierungsexperten und Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Nach seinen Angaben hat derzeit die Stabilisierung des Unternehmens sowie die Sicherstellung der Liefer- und Produktionsfähigkeit oberste Priorität.
Gleichzeitig werde die wirtschaftliche Lage des Unternehmens umfassend geprüft und ein strukturierter Investorenprozess vorbereitet. Angaben zur Höhe der Verbindlichkeiten wurden bislang nicht veröffentlicht.
Die Löhne und Gehälter der rund 220 Beschäftigten für die Monate Juni, Juli und August sind durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert.
Hohe Energiekosten und schwache Nachfrage führten zur Krise
Als Hauptursachen der finanziellen Schwierigkeiten gelten die deutlich gestiegenen Energiekosten sowie der Rückgang der Aufträge infolge der angespannten Marktlage.
Vor dem Insolvenzantrag hatte das Unternehmen versucht, die Produktionskosten eigenständig zu senken und die wirtschaftliche Situation zu stabilisieren. Diese Maßnahmen reichten jedoch nicht aus. Nun konzentriert sich das Management darauf, einen Investor zu finden, der den Fortbestand des Betriebs und möglichst viele Arbeitsplätze sichern kann.
SEO: Papierindustrie in Deutschland unter wachsendem wirtschaftlichem Druck
Die Insolvenz der Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH reiht sich in eine Serie von Unternehmenskrisen innerhalb der deutschen Papierindustrie ein. Viele Hersteller kämpfen derzeit mit stark gestiegenen Energie- und Personalkosten sowie einer deutlich rückläufigen Nachfrage.
Zuletzt hatte auch die Papierfabrik Hainsberg erneut Insolvenz angemeldet. Branchenvertreter verweisen auf die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die zahlreiche Unternehmen der Papier- und Kartonindustrie unter erheblichen Druck setzen.
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