Ein Berufsfeuerwehrmann ist nach einem Zwischenfall während der Europameisterschaft im Feuerwehrsport auf der internationalen Fachmesse Interschutz 2026 in Hannover gestorben. Der Mann brach während des Wettkampfs zusammen, wurde vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wo er später verstarb. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf ndr.
Die Veranstalter bestätigten den Todesfall, nannten jedoch aus Rücksicht auf die Familie keine weiteren Details. Nach einer vorübergehenden Unterbrechung wurden die Wettkämpfe fortgesetzt.
Bei dem Wettbewerb absolvieren Feuerwehrleute unter hoher körperlicher Belastung einen anspruchsvollen Parcours. Die Teilnehmer tragen dabei vollständige Schutzausrüstung und Atemschutzgeräte, ziehen Schläuche auf einen Turm, heben Lasten an, absolvieren Übungen mit einem Vorschlaghammer und bergen schwere Rettungspuppen.
Notarzt kritisiert fehlende Spezialausrüstung
Der Notfallmediziner Frank Eisenblätter, der die Veranstaltung als Zuschauer besuchte, erklärte, er sei kurz nach dem Zusammenbruch des Feuerwehrmannes am Einsatzort gewesen. Nach seinen Angaben begannen die Rettungskräfte sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, stießen jedoch auf Probleme bei der medizinischen Versorgung.
Eisenblätter zufolge fehlte im auf dem Messegelände eingesetzten Rettungswagen ein Videolaryngoskop – ein wichtiges Gerät zur Sicherung der Atemwege bei Notfallpatienten. Dadurch seien wertvolle Minuten verloren gegangen.
Der Arzt erklärte weiter, dass das benötigte Gerät schließlich von einem Messestand beschafft werden musste. Ein Notarzt mit entsprechender Ausrüstung sei erst einige Minuten später eingetroffen.
Veranstalter weisen Vorwürfe zurück
Die Deutsche Messe AG wies die Kritik zurück und betonte, dass das medizinische Sicherheitskonzept den geltenden Vorgaben entsprochen habe.
Nach Angaben des Unternehmens war für die Messe ein mehrstufiges Rettungssystem vorgesehen, das Sanitäter, Rettungsdienste und den öffentlichen Notarztdienst einbezog. Personalstärke und Ausstattung seien auf Grundlage der gesetzlichen Anforderungen sowie einer Risikobewertung des Events festgelegt worden.
Zudem erklärte die Messegesellschaft, dass der alarmierte Notarzt und die vorgesehenen Rettungseinheiten innerhalb der vorgesehenen Reaktionszeiten am Einsatzort eingetroffen seien.
Polizei untersucht die Todesumstände
Die Polizei Hannover hat Ermittlungen zu den Umständen des Todes aufgenommen. Nach aktuellem Stand gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden oder eine Straftat.
Die Organisatoren der Europameisterschaft sprachen der Familie sowie den Angehörigen des Verstorbenen ihr Mitgefühl aus. In einer Mitteilung in den sozialen Medien hieß es, der Feuerwehrmann werde als Teil des Teams in Erinnerung bleiben.
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