Der deutsche Schauspieler Georg Uecker hat sich nach längerer Zeit erstmals wieder öffentlich gezeigt und über seinen Gesundheitszustand gesprochen. Seit dem Ende der Kultserie „Lindenstraße“ im Jahr 2020 war der 63-Jährige nur noch selten in der Öffentlichkeit zu sehen. Grund dafür waren ernsthafte gesundheitliche Probleme. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf focus.
Bereits 1993 wurden bei Uecker gleichzeitig HIV und ein Hodgkin-Lymphom diagnostiziert – eine Krebserkrankung des Lymphsystems. Nach eigenen Angaben belasteten beide Diagnosen seinen körperlichen Zustand erheblich. Inzwischen gehe es ihm jedoch deutlich besser.
Im Gespräch mit der Zeitung Bild erklärte der Schauspieler, dass es ihm derzeit „sehr gut“ gehe. „Ich bin ein harter Brocken“, sagte Uecker mit Blick auf seine Gesundheit.
Georg Uecker schrieb Fernsehgeschichte in Deutschland
Mehr als 30 Jahre gehörte Georg Uecker fest zum Ensemble der Serie „Lindenstraße“, in der er die Rolle des Dr. Carsten Flöter spielte. Mit dieser Figur wurde er Teil der deutschen Fernsehgeschichte.
1990 war Uecker in der ersten gleichgeschlechtlichen Kussszene im deutschen Fernsehen zu sehen. Die Szene dauerte nur wenige Sekunden, sorgte jedoch bundesweit für große Diskussionen. Nach der Ausstrahlung erhielten Uecker und sein Kollege Martin Armknecht Todesdrohungen. Zeitweise bewegte sich der Schauspieler sogar mit Personenschutz.
Schauspieler erhält Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
Für sein langjähriges Engagement für die queere Community wird Georg Uecker mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Der Schauspieler erklärte, er habe mit einer solchen Ehrung nicht gerechnet. Ihm seien nie Auszeichnungen wichtig gewesen, sondern gesellschaftliche Veränderungen. Gleichzeitig betonte Uecker, dass die in den vergangenen Jahrzehnten erreichten Fortschritte weiterhin geschützt werden müssten.
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