Nach einer bundesweiten Störung des digitalen Kommunikationssystems der Deutschen Bahn wurde der Personen- und Güterverkehr schrittweise wieder aufgenommen. Nach Angaben des Unternehmens normalisierte sich der Betrieb ab etwa 1.00 Uhr nachts. Reisende müssen jedoch weiterhin mit Verspätungen und einzelnen Zugausfällen rechnen. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf deutschlandfunk.
Ursache der bundesweiten Störung im Bahnverkehr
Am Vorabend hatte die Deutsche Bahn den Zugverkehr im gesamten Bundesgebiet vorübergehend eingestellt. Grund war eine Störung des digitalen Zugfunksystems GSM-R, das die Kommunikation zwischen Triebfahrzeugführern und den Betriebszentralen sicherstellt. Ohne dieses System kann der Bahnbetrieb nicht sicher abgewickelt werden.
Von den Auswirkungen waren zudem zahlreiche S-Bahn-Linien in deutschen Großstädten, private Eisenbahnunternehmen sowie der Güterverkehr betroffen.
Bundesregierung fordert vollständige Aufklärung
Bundesverkehrsminister Patrick Schneider forderte eine umfassende Untersuchung der Ursache. Sollte der Ausfall auf fehlerhafte Hardware oder Probleme im Zusammenhang mit einem Server-Update zurückzuführen sein, müsse die Deutsche Bahn ihre Systeme entsprechend anpassen, um vergleichbare Vorfälle künftig zu verhindern.
Auch aus der Politik wurde auf die Bedeutung einer widerstandsfähigen Infrastruktur hingewiesen. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion erklärte, der Vorfall verdeutliche erneut die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur. Ein zuverlässiges Schienennetz sei für Millionen Fahrgäste, die Wirtschaft sowie für sicherheitsrelevante Transportaufgaben unverzichtbar.
Deutsche Bahn untersucht die Hintergründe des Systemausfalls
Vorstandschef Richard Palla erklärte, dass die Lage mithilfe der Notfallverfahren stabilisiert werden konnte. Nun werde die genaue Ursache der Störung des digitalen Funksystems analysiert. Ziel sei es, die technischen Hintergründe vollständig aufzuklären und Maßnahmen zu ergreifen, um ähnliche Ausfälle künftig zu vermeiden.
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