Am vergangenen Wochenende ist der Asteroid (152637) 1997 NC1 in außergewöhnlich geringer Entfernung an der Erde vorbeigeflogen. Der Himmelskörper passierte unseren Planeten in einer Distanz von rund 2,56 Millionen Kilometern, was etwa dem 6,6-Fachen der Entfernung zwischen Erde und Mond entspricht. Nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation ESA war dies die engste Annäherung des Asteroiden seit rund 400 Jahren. Trotz der vergleichsweise geringen Distanz bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Erde. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf euronews.
Warum der Vorbeiflug des Asteroiden besonderes Interesse auslöste
Nach Angaben der ESA war dies die geringste Entfernung zwischen dem Asteroiden 1997 NC1 und der Erde seit mehreren Jahrhunderten. Eine ähnlich enge Annäherung wird erst im Jahr 2133 erwartet.
Der Asteroid gehört zur Gruppe der erdnahen Objekte, deren Umlaufbahnen die Erdbahn in relativ geringem Abstand kreuzen. Deshalb wurde sein Vorbeiflug von Weltraumagenturen und astronomischen Observatorien weltweit genau verfolgt.
SEO: Wie groß ist der Asteroid 1997 NC1?
Die genaue Größe des Asteroiden ist bislang nicht bekannt. Wissenschaftler schätzen seinen Durchmesser auf 700 Meter bis 1,6 Kilometer. Damit zählt 1997 NC1 zu den größten Asteroiden, die sich der Erde in den vergangenen Jahren vergleichsweise stark genähert haben.
Je nach Schätzung ist der Himmelskörper mehrere Male so hoch wie das Empire State Building und könnte sogar größer sein als der Eiffelturm.
Warum die NASA den Asteroiden als potenziell gefährlich einstuft
Obwohl von dem Vorbeiflug keinerlei Risiko ausging, führt die NASA den Asteroiden weiterhin als potenziell gefährlichen Asteroiden. Diese Einstufung bedeutet jedoch nicht, dass ein Einschlag bevorsteht.
Als potenziell gefährlich gelten größere Himmelskörper, deren Bahnen der Erde vergleichsweise nahekommen. Aus diesem Grund werden ihre Umlaufbahnen über viele Jahre hinweg kontinuierlich berechnet und überwacht.
Konnte man den Asteroiden mit bloßem Auge sehen?
Trotz seiner vergleichsweise geringen Entfernung war der Asteroid mit bloßem Auge nicht sichtbar. Seine Helligkeit lag bei etwa 10 Magnituden, sodass für eine Beobachtung hochwertige Ferngläser oder kleinere Teleskope erforderlich waren.
Das italienische Projekt Virtual Telescope übertrug den Vorbeiflug live im Internet und ermöglichte Interessierten die Beobachtung des Ereignisses.
So bereiten sich Raumfahrtagenturen auf mögliche Asteroidengefahren vor
NASA und ESA entwickeln seit Jahren Konzepte zur planetaren Verteidigung. Ziel ist es, potenziell gefährliche Asteroiden möglichst früh zu entdecken und ihre Flugbahn bei Bedarf zu verändern.
Ein wichtiger Meilenstein gelang 2022 mit der NASA-Mission DART. Dabei prallte eine Raumsonde gezielt auf den Asteroiden Dimorphos und veränderte erfolgreich dessen Umlaufbahn. Die europäische Raumsonde Hera ist derzeit auf dem Weg zu Dimorphos und soll die Auswirkungen der Mission detailliert untersuchen.
Entscheidend für den Schutz der Erde ist die frühzeitige Entdeckung potenziell gefährlicher Objekte. Wird ein Asteroid viele Jahre oder Jahrzehnte vor einer möglichen Annäherung erkannt, kann bereits eine geringe Bahnänderung ausreichen, um einen Einschlag zu verhindern. Deshalb überwachen internationale Weltraumagenturen die Bahnen erdnaher Asteroiden kontinuierlich und mit hoher Präzision.
lesen Sie auch: Erdbeermond 2026: Wann der seltene Vollmond über Bayern zu sehen ist

