Ripple hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen von der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde CSSF eine vorläufige Genehmigung als CASP (Crypto-Asset Service Provider) erhalten hat. Die Entscheidung erfolgt im Rahmen der Umsetzung der europäischen MiCA-Verordnung für Kryptowerte. Die Genehmigung ist noch nicht endgültig und bleibt an die Erfüllung weiterer regulatorischer Anforderungen gebunden. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf cryptopolitan.
Bereits zuvor hatte Ripple in Luxemburg eine Lizenz als E-Geld-Institut (EMI) erhalten. Mit dem neuen Schritt kann das Unternehmen die Vorbereitung auf regulierte Krypto-Dienstleistungen für Banken, Finanzinstitute und Unternehmenskunden im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum weiter vorantreiben.
Welche Vorteile Ripple durch die Genehmigung erhält
Die EMI-Lizenz erlaubt Ripple die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich elektronisches Geld und Zahlungsverkehr in Fiat-Währungen. Die CASP-Zulassung umfasst hingegen Dienstleistungen rund um Krypto-Assets, darunter Handel, Transfer und Verwahrung digitaler Vermögenswerte gemäß den MiCA-Vorgaben.
Durch die Kombination beider Lizenzen kann Ripple künftig eine integrierte Infrastruktur für grenzüberschreitende Zahlungen anbieten. Kunden sollen Euro-Zahlungen senden können, die anschließend in digitale Vermögenswerte wie RLUSD oder XRP umgewandelt, international übertragen und beim Empfänger wieder in die jeweilige Landeswährung ausgezahlt werden.
Luxemburg bleibt wichtiger Standort für Krypto-Unternehmen
Seit der Einführung von MiCA hat sich Luxemburg zu einem der wichtigsten europäischen Zentren für Krypto-Lizenzierungen entwickelt. Eine Genehmigung in Luxemburg ermöglicht Unternehmen den Zugang zum gesamten EU-Binnenmarkt und erleichtert die grenzüberschreitende Tätigkeit in allen 27 Mitgliedstaaten.
Aus diesem Grund haben auch Coinbase, Bitstamp und Standard Chartered Luxemburg als Standort für ihre MiCA-Lizenzierung gewählt. Ripple erklärte, während des gesamten Zulassungsverfahrens eng mit der CSSF zusammengearbeitet zu haben.
MiCA-Frist für CASP-Anbieter rückt näher
Die vollständige Anwendung der MiCA-Regeln für CASP-Anbieter beginnt am 1. Juli. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Unternehmen ohne gültige CASP-Genehmigung keine entsprechenden Krypto-Dienstleistungen mehr für Kunden in der Europäischen Union anbieten.
Nach aktuellen Angaben haben bislang weltweit nur rund 200 Unternehmen die CASP-Zulassung erfolgreich erhalten. Vor diesem Hintergrund gilt die Entscheidung der CSSF als wichtiger Meilenstein für Ripple, das seine regulatorische Präsenz in Europa in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut hat.
Ripple erweitert seine regulatorische Präsenz
Anfang 2026 erhielt Ripple zudem eine EMI-Lizenz sowie eine Registrierung für Krypto-Asset-Dienstleistungen von der britischen Finanzaufsicht FCA. Wenige Wochen später unterstützte das Unternehmen die Einführung eines Euro-Stablecoins von Société Générale-FORGE auf dem XRP Ledger und stellte dafür seine Verwahrungstechnologie für digitale Vermögenswerte bereit.
Die endgültige CASP-Genehmigung hängt weiterhin von der Erfüllung aller verbleibenden Anforderungen der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF ab.

