Ein Ehepaar aus Bochum, das Ende 2025 bei der Online-Lotterie Omaze ein luxuriöses Landhaus im bayerischen Fischbachau gewonnen hatte, hat sich entschieden, die Immobilie wieder zu verkaufen. Das Anwesen wurde erneut auf dem Immobilienmarkt angeboten – diesmal jedoch nicht als Gewinnspielpreis, sondern zu einem Kaufpreis von 2,75 Millionen Euro. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf merkur.
Das Haus befindet sich im Ortsteil Birkenstein in ruhiger Hanglage auf einem 1.231 Quadratmeter großen Grundstück. Die Wohnfläche beträgt 296 Quadratmeter und umfasst acht Zimmer, darunter vier Schlafzimmer sowie drei Badezimmer.
Die Immobilie wurde ursprünglich 1978 errichtet und 2019 umfassend modernisiert. Verkauft wird sie inklusive hochwertiger Ausstattung und Möblierung. Zum Anwesen gehören unter anderem eine maßgefertigte Designerküche, ein Heimkino, ein Billardbereich, eine Bar, eine Sauna, ein Fitnessraum, eine Einliegerwohnung, ein Keller sowie zwei Garagen. Darüber hinaus verfügt das Haus über moderne Smart-Home-Technik und eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher.
Bei der Übergabe des Gewinns sprachen die neuen Eigentümer von neuen Perspektiven
Als Omaze den Gewinnern die Schlüssel überreichte, zeigten sich beide sichtlich bewegt. Während der ersten Besichtigung äußerten sie ihre Begeisterung über die großzügige Küche und die Wohnräume und sprachen davon, künftig Familienfeiern auszurichten und Gäste beherbergen zu können.
Damals bezeichneten die Gewinner den Erfolg als lebensveränderndes Ereignis. Ob sie tatsächlich nach Bayern ziehen würden, ließen sie jedoch offen.
Knapp sechs Monate nach der Übergabe steht nun fest, dass sich das Paar gegen einen Umzug entschieden hat. Die Gründe für diese Entscheidung wurden bislang nicht öffentlich bekannt gegeben. Vertreter der Eigentümer wollten sich dazu nicht äußern.
Verkauf von gewonnenen Luxusimmobilien ist kein Einzelfall
Ähnliche Fälle gab es bereits bei anderen Immobilienlotterien. So gewann ein Dachdecker aus Mittelfranken ein rund 2,8 Millionen Euro teures Penthouse in Berlin und erklärte später ebenfalls, dass er mit seiner Familie nicht dort einziehen werde.
Auch in Großbritannien, dem Ursprungsland von Omaze, berichteten Medien mehrfach über Gewinner, die ihre gewonnenen Luxusimmobilien bereits wenige Monate nach der Übergabe wieder verkauften.
Omaze sieht auch den Verkauf als erfolgreiche Nutzung des Gewinns
Nach Angaben von Omaze steht es den Gewinnern frei, selbst über die Zukunft ihrer Immobilie zu entscheiden. Das Unternehmen betont, dass ein Verkauf den Besitzern die Möglichkeit gebe, einen vergleichsweise geringen Lotterieeinsatz in ein Millionenvermögen umzuwandeln.
Zusätzlich zum Haus erhalten alle Hauptgewinner laut Veranstalter 100.000 Euro in bar. Darüber hinaus übernimmt Omaze die Kosten für die Eigentumsübertragung sowie die anfallenden rechtlichen Formalitäten.
Den Gewinnern stehen damit grundsätzlich mehrere Möglichkeiten offen: Sie können die Immobilie selbst bewohnen, vermieten oder nach der Eigentumsübertragung verkaufen.
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