Nach einer Serie von Drohnenangriffen sind in Russland große Logistikkomplexe des größten russischen Onlinehändlers Wildberries in Brand geraten. Nach Angaben der russischen Behörden kam ein Mensch ums Leben, 15 weitere wurden verletzt. Das Feuer erfasste eine riesige Fläche, mehrere Zentren mussten ihren Betrieb vollständig einstellen. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf tagesspiegel.
Feuer erfasste Hunderttausende Quadratmeter
Nach Angaben russischer Einsatzkräfte brach nach dem Drohnenangriff in den Wildberries-Logistikzentren in Krasnodar und Newinnomyssk ein großflächiger Brand aus. Laut örtlichen Behörden breitete sich das Feuer auf rund 270.000 Quadratmeter aus.
Mehr als 100 Feuerwehrleute sowie ein Löschhubschrauber waren im Einsatz. Aufgrund der starken Rauchentwicklung war eine dichte schwarze Rauchwolke noch aus großer Entfernung sichtbar.
Wildberries-Chefin Tatjana Kim teilte mit, dass beide Logistikzentren unmittelbar nach Beginn des Angriffs evakuiert worden seien.
Ukraine spricht von militärischer Bedeutung der Anlagen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe auf die Logistikzentren. Nach seinen Angaben wurden die Anlagen nicht nur für zivile Lieferungen genutzt, sondern auch für die Versorgung der russischen Armee mit Komponenten für Drohnen.
Selenskyj erklärte zudem, die Ukraine werde weiterhin Anlagen angreifen, die nach Einschätzung der ukrainischen Seite eine militärische Funktion erfüllten.
In den vergangenen Monaten griffen ukrainische Streitkräfte regelmäßig Ölraffinerien, Rüstungsbetriebe, Lagerhäuser und logistische Infrastruktur auf russischem Staatsgebiet mit Langstreckendrohnen und Raketen an.
Russland leitet Ermittlungen ein
Das russische Ermittlungskomitee kündigte Ermittlungen zu den Angriffen auf die Logistikzentren in Krasnodar und Newinnomyssk an.
Nach offiziellen Angaben kam bei den jüngsten Angriffen ein Mensch ums Leben. 15 weitere Personen erlitten Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades.
In sozialen Netzwerken verbreitete sich zudem ein Video, in dem eine Wildberries-Händlerin über den Verlust ihrer auf den Lagerflächen aufbewahrten Waren berichtet. Ihren Angaben zufolge sei der gesamte Warenbestand ihres Geschäfts bei dem Brand zerstört worden.
Serie von Angriffen auf das Wildberries-Logistiknetz hält an
Der jüngste Angriff ist Teil einer Serie von Attacken auf die Logistikinfrastruktur von Wildberries.
Zuvor war über Angriffe auf große Verteilzentren des Unternehmens in Elektrostal und Kotowsk berichtet worden. Nach russischen Angaben kamen dabei acht Beschäftigte ums Leben.
Auch ein Logistikkomplex des Unternehmens im Industriepark „Südliche Tore“ soll angegriffen worden sein. Mit den jüngsten Vorfällen kamen nun die Lagerstandorte in Krasnodar und Newinnomyssk hinzu.
lesen Sie auch: Markus Reisner: Russland gerät im Krieg zunehmend unter Zeitdruck

