Neueste BaFin-Warnung: Dubiose Festgeldangebote auf wisefestgeldkonto.de im Visier

Neueste BaFin-Warnung: Dubiose Festgeldangebote auf wisefestgeldkonto.de im Visier

Die Jagd nach attraktiven Zinsen im derzeitigen Marktumfeld ruft erneut dubiose Akteure auf den Plan. Wie wir auf Bankrecht Ratgeber ständig beobachten, nutzen Betrüger die Suche der Anleger nach Sicherheit und Rendite schamlos aus. Am heutigen Freitag, den 9. Januar 2026, hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine dringende Warnung vor einer neuen Online-Plattform herausgegeben, die genau dieses Bedürfnis adressiert – allerdings auf illegale Weise. Im Fokus der Ermittler steht die Website wisefestgeldkonto.de.

Illegale Bankgeschäfte ohne Lizenz

Nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht treten die Betreiber der genannten Website als Anbieter von Festgeldanlagen auf. Sie locken potenzielle Kunden mit dem Versprechen sicherer Zinsanlagen. Das gravierende Problem dabei: Das Unternehmen besitzt keinerlei Erlaubnis der BaFin, um solche Bankgeschäfte in Deutschland zu betreiben.

Wer in Deutschland Einlagengeschäfte betreibt, also Gelder des Publikums annimmt und verwaltet, benötigt zwingend eine schriftliche Erlaubnis gemäß § 32 Absatz 1 des Kreditwesengesetzes (KWG). Fehlt diese Lizenz, handelt es sich um ein unerlaubtes und damit illegales Geschäft. Die BaFin hat daher nun offiziell Ermittlungen gegen die unbekannten Hintermänner der Plattform eingeleitet.

Schein-Seriosität mit Berliner Adresse

Um das Vertrauen der Anleger zu gewinnen, versuchen die Betreiber von wisefestgeldkonto.de, einen seriösen Anschein zu erwecken. Auf ihrer Website geben sie eine Geschäftsadresse in Berlin an. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen jedoch oft, dass solche Adressangaben bei nicht lizenzierten Anbietern häufig fingiert sind oder lediglich Briefkastenfirmen darstellen, um eine greifbare Präsenz in Deutschland vorzutäuschen.

Der Name der Domain selbst ist ebenfalls strategisch gewählt. Er suggeriert eine Verbindung zu etablierten Finanzdienstleistern oder modernen Fintech-Lösungen, um die Hemmschwelle für eine Kontoeröffnung und Geldüberweisung zu senken.

Höchstes Risiko für Anleger: Keine Einlagensicherung

Für Verbraucher ist diese Warnung von höchster Relevanz. Bei Geschäften mit Unternehmen, die nicht von der BaFin lizenziert und beaufsichtigt werden, greifen die in Deutschland und der EU üblichen Schutzmechanismen nicht.

Das bedeutet konkret: Gelder, die an solche Plattformen überwiesen werden, sind nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Im Falle einer Insolvenz oder – was bei solchen Konstrukten wahrscheinlicher ist – wenn die Betreiber mit dem eingesammelten Geld abtauchen, droht den Anlegern der Totalverlust ihrer Investition. Die Möglichkeiten, das Geld auf zivilrechtlichem Wege zurückzuerhalten, sind in der Praxis oft extrem schwierig, da die wahren Identitäten der Täter meist verschleiert werden und Konten im Ausland liegen.

Anleger sind daher dringend aufgerufen, vor jeder Geldanlage genau zu prüfen, wem sie ihr Kapital anvertrauen. Ein Blick in die öffentlich zugängliche Unternehmensdatenbank der BaFin gibt schnell Auskunft darüber, ob ein Anbieter tatsächlich über die notwendige Zulassung verfügt. Im aktuellen Fall von wisefestgeldkonto.de ist die Botschaft der Aufsicht unmissverständlich: Hände weg.


Information aus dem Original-Dokument der BaFin vom 09.01.2026

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