Im Zentrum von Augsburg wird nach einer nächtlichen Explosion in der Nähe des Hauptbahnhofs ermittelt. Zwei Menschen wurden leicht verletzt, mehrere Geschäftsräume beschädigt. Wegen eines später entdeckten verdächtigen Gegenstands wurde der Bahnhof vorübergehend evakuiert und für den Zugverkehr gesperrt. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf br.24.
Was am Hauptbahnhof geschah
Die Explosion ereignete sich am Mittwoch gegen 3.15 Uhr in der Bahnhofstraße gegenüber dem Augsburger Hauptbahnhof. Der Explosionsort befand sich in einem Durchgang eines Gebäudekomplexes, in dem Geschäfte und medizinische Einrichtungen untergebracht sind.
Durch die Druckwelle wurden Fassaden und Schaufenster mehrerer Geschäfte beschädigt. Betroffen waren unter anderem ein Reisebüro, eine Apotheke, ein Juweliergeschäft und eine Bank.
Nach vorläufigen Erkenntnissen der Ermittler könnte eine Handgranate explodiert sein. Die Polizei spricht offiziell jedoch weiterhin von einem bislang nicht identifizierten Gegenstand. Um welche Art von Sprengkörper es sich handelte, sollen weitere Untersuchungen klären.
Zwei ukrainische Staatsangehörige verletzt
Bei der Explosion wurden eine 17-Jährige und ein 18-Jähriger verletzt. Beide sind ukrainische Staatsangehörige und hielten sich zum Zeitpunkt des Vorfalls als Fußgänger in der Nähe des Bahnhofs auf.
Die beiden erlitten Knalltraumata. Ihre Verletzungen wurden als leicht eingestuft.
Augsburger Hauptbahnhof evakuiert
Gegen 8.30 Uhr entdeckte die Polizei einen verdächtigen Gegenstand in einem der Bahnhofstunnel. Daraufhin wurde der Hauptbahnhof vollständig evakuiert und der Zugverkehr vorübergehend eingestellt.
Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes und ein Sprengstoffspürhund untersuchten den Gegenstand. Dabei stellte sich heraus, dass von ihm keine Gefahr ausging. Nach Abschluss des Einsatzes wurde der Bahnhof wieder für Reisende geöffnet und der Bahnverkehr aufgenommen.
Busse und Straßenbahnen konnten die Haltestellen am Hauptbahnhof gegen 15 Uhr wieder anfahren. Gleichzeitig wurden die Straßensperrungen im umliegenden Bereich aufgehoben.
Ermittler prüfen verschiedene Hintergründe
Das Motiv für die Tat ist bislang unbekannt. Unklar bleibt auch, ob sich die Explosion gezielt gegen ein bestimmtes Objekt richtete – etwa gegen das Juweliergeschäft, einen Geldautomaten, die Bank oder ein anderes Geschäft in dem Gebäude.
Die Staatsanwaltschaft Augsburg erklärte, dass in alle Richtungen ermittelt werde. Auch die Generalstaatsanwaltschaft München steht wegen des Vorfalls mit den Augsburger Behörden in Kontakt. Sie ist unter anderem für Verfahren im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität, Terrorismus und Extremismus zuständig.
Hinweise auf Verdächtige oder Festnahmen liegen bislang nicht vor.
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