Am Abend des 31. August ist eine schwere Superzelle über Südtirol gezogen. Das Unwetter brachte heftige Niederschläge, Tausende Blitze und Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern. Besonders angespannt war die Lage im Raum Brixen, wo Wasser und Eismassen Wohnhäuser, Keller, Garagen und Straßen überfluteten. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf merkur.
Gewitterfront zieht durch mehrere Täler
Das Unwetter bildete sich am Montagabend über der Region und zog über das Passeiertal, das Sarntal, das Eisacktal und das Gadertal. Gegen 20 Uhr erreichte die Gewitterzelle Brixen und die benachbarte Gemeinde Vahrn.
Begleitet wurde das Gewitter von Starkregen, kräftigen Windböen und großem Hagel. Einzelne Hagelkörner erreichten einen Durchmesser von drei bis fünf Zentimetern. An manchen Stellen türmten sich die Eismassen bis zu 70 Zentimeter hoch.
Durch mit Hagel verstopfte Abflüsse konnte das Wasser nicht mehr ablaufen. Innerhalb kurzer Zeit überflutete es Fahrbahnen und drang in Gebäude ein. Auf den Straßen bewegten sich Ströme aus Wasser, Schlamm und Eis.
Feuerwehren bis zum Morgen im Dauereinsatz
Die meisten Notrufe gingen aus Vahrn, Brixen und den umliegenden Ortschaften ein. Die Einsatzkräfte pumpten während der gesamten Nacht Wasser aus Wohnungen, Kellern, Garagen und Aufzugsschächten.
Zudem mussten Straßenabschnitte geräumt werden, auf denen große Hagelmengen den Verkehr behinderten. Die Arbeiten dauerten bis zum Morgen des 1. September an.
Berichte über Tote oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Auch zur Gesamthöhe der entstandenen Sachschäden wurden noch keine Angaben veröffentlicht.
Rund 30 Millimeter Regen innerhalb von 15 Minuten
In Vahrn wurden während des Gewitters mehr als 40 Millimeter Niederschlag gemessen. Rund 30 Millimeter davon fielen innerhalb von nur 15 Minuten. Damit wurde an der örtlichen Wetterstation ein neuer Rekordwert registriert.
Während die Gewitterfront über Südtirol zog, wurden in der gesamten Region etwa 1.600 Blitzeinschläge gezählt. Die stärksten Gewitterzellen entwickelten sich im nördlichen Teil Südtirols.
Die heftigste Phase des Unwetters dauerte etwa 20 Minuten. Mit der Beseitigung der Schäden waren die Einsatzkräfte jedoch die gesamte Nacht beschäftigt. In den kommenden Tagen soll die Gefahr ähnlich schwerer Gewitter in Südtirol deutlich zurückgehen.
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