Der deutsche Unternehmer und TV-Star Jean Pierre Kraemer hat angekündigt, seine Unternehmen aufzugeben. Zuvor waren Videoaufnahmen veröffentlicht worden, die körperliche Gewalt gegen seine Ex-Frau Julia Meck zeigen sollen. In einer neuen Stellungnahme räumte Kraemer sein Fehlverhalten ein, bat um Verzeihung und erklärte seinen Rückzug aus dem Geschäftsleben. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf n-tv.
Kraemer veröffentlicht Erklärung nach Gewaltvideo
Am Dienstag, dem 1. September, veröffentlichte der Gründer von JP Performance ein knapp fünfminütiges Video auf YouTube. Gleich zu Beginn erklärte Kraemer, dass es sich vermutlich um seine letzte öffentliche Videobotschaft handeln werde.
Der Unternehmer kündigte an, sämtliche von ihm geführten Betriebe zu schließen. Dazu gehören neben dem Tuningunternehmen JP Performance auch das Automobilmuseum Pace und ein Gastronomiebetrieb in Dortmund. Nach bisherigen Angaben beschäftigen Kraemers Unternehmen zusammen rund 80 Mitarbeiter.
Wann genau die Betriebe ihre Tätigkeit einstellen und wie die Schließungen umgesetzt werden sollen, ließ Kraemer offen. Ungeklärt ist ebenfalls, was mit laufenden Aufträgen, den Unternehmensgebäuden und den Arbeitsplätzen geschehen wird.
Unternehmer räumt Gewalt gegen Ex-Frau ein
Die Erklärung folgte auf die Veröffentlichung von Aufnahmen, auf denen körperliche Übergriffe gegen Julia Meck zu sehen sein sollen. Kraemer hatte sich bereits zuvor in sozialen Netzwerken zu den Vorwürfen geäußert und diese weitgehend eingeräumt.
Nach eigener Darstellung griff er die Frau am Hals, stieß sie und zog sie an den Haaren. In seinem neuen Video entschuldigte sich Kraemer erneut bei seiner Ex-Frau und gestand ein, sein Verhalten in bestimmten Situationen nicht unter Kontrolle gehabt zu haben.
Gleichzeitig erklärte der Unternehmer, er halte sich nicht für einen schlechten Menschen. Er bat seine frühere Partnerin und alle von dem Fall betroffenen Personen um Verzeihung.
Ex-Frau von Kraemer erstattet Anzeige
Julia Meck, die etwa 20 Jahre jünger als Kraemer ist, erstattete Anzeige bei der Polizei. Die Strafverfolgungsbehörden prüfen die Hintergründe des Vorfalls. Gegen den Unternehmer wird ermittelt.
Die abschließende rechtliche Bewertung ist Aufgabe der Ermittlungsbehörden und der Justiz. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag noch keine gerichtliche Entscheidung vor.
Zukunft der Mitarbeiter und Aufträge bleibt offen
In seiner Videobotschaft dankte Kraemer den Mitarbeitern, die ihn beim Aufbau seiner Projekte begleitet hatten. Während er über das Ende seiner unternehmerischen Tätigkeit sprach, zeigte er sich sichtlich bewegt und bezeichnete die aktuelle Entwicklung als Abschluss einer langjährigen Geschichte.
Wie die Beschäftigungsverhältnisse der rund 80 Mitarbeiter geregelt werden, ist bislang nicht bekannt. Offen bleibt auch, ob die Unternehmen vollständig aufgelöst, verkauft oder unter einer neuen Leitung fortgeführt werden könnten.
Kraemer legte keinen konkreten Plan für die angekündigten Schließungen vor und nannte keine Fristen für die Erfüllung bestehender Verpflichtungen gegenüber Kunden. Am Ende seiner Stellungnahme bat er erneut um Verzeihung.
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