In der belgischen Eifel werden die Folgen eines schweren Unwetters beseitigt, das am Abend des 19. August Gewitter, heftige Windböen und einen Tornado brachte. Besonders stark betroffen war die Gemeinde Büllingen nahe der deutschen Grenze. Der Sturm beschädigte ein Wohnhaus massiv, entwurzelte Bäume und blockierte mehrere Straßen. Verletzte wurden in Büllingen nach bisherigen Angaben nicht gemeldet. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf volksfreund.
Tornado zieht innerhalb weniger Minuten durch Büllingen
Das Unwetter traf die Region gegen 18.30 Uhr. Nach Angaben von Büllingens Bürgermeister Rainer Stoffels dauerte die heftigste Phase nur kurze Zeit, richtete jedoch erhebliche Schäden an.
Am Ortsrand in Richtung St. Vith traf der Tornado ein Wohnhaus besonders schwer. Ein großer Teil des Gebäudes wurde zerstört. Zudem brachen zahlreiche Äste ab, mehrere Bäume wurden umgerissen.
„Zwei Minuten – dann war alles vorbei. Das Haus war zur Hälfte zerstört“, berichtete Stoffels.
Der Bewohner des beschädigten Hauses blieb unverletzt. Mitarbeiter des örtlichen Sozialdienstes kümmerten sich nach dem Unwetter um ihn und organisierten eine andere Unterkunft. Der Mann stand nach Angaben des Bürgermeisters unter Schock.
Rettungskräfte sperrten mehrere Straßen bis in die Nacht
Unmittelbar nach den ersten Schadensmeldungen nahmen die Gemeindeverantwortlichen Kontakt mit Feuerwehr, Polizei, Bauhof und Verwaltung auf. Vorrang hatte zunächst die Sicherung gefährlicher Bereiche.
Die Straße in Richtung St. Vith sowie weitere Straßen mussten zeitweise gesperrt werden. Einsatzkräfte beseitigten umgestürzte Bäume, größere Äste und Trümmer beschädigter Gebäude.
Der Einsatz dauerte bis etwa 1 Uhr nachts. Am Donnerstagmorgen, dem 20. August, waren Einwohner und Gemeindemitarbeiter weiterhin mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Auf mehreren Straßen lagen noch Äste und Trümmer.
Feuerwehr durch Waldbrand bereits stark gefordert
Das Unwetter bedeutete eine zusätzliche Belastung für die Einsatzkräfte in der belgischen Eifel. Bereits zuvor waren zahlreiche Feuerwehrleute mit einem größeren Brand im Gebiet des Hohen Venns beschäftigt.
Nach Angaben von Bürgermeister Stoffels befinden sich die Rettungskräfte seit Tagen nahezu ununterbrochen im Einsatz. Nach dem Feuer mussten sie nun auch die Schäden des Tornados bewältigen.
Die Koordination solcher Einsätze erfolgt auf belgischer Seite über die Hilfeleistungszone der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Die interkommunale Struktur organisiert unter anderem den gemeinsamen Einsatz von Feuerwehren und weiteren Rettungsdiensten.
Unwetter verursacht auch in Nachbargemeinden Schäden
Nicht nur Büllingen war von den Gewittern und schweren Windböen betroffen. Auch aus der unmittelbar benachbarten Gemeinde Bütgenbach wurden größere Schäden gemeldet.
Das Unwetter erreichte zudem die deutsche Seite der Eifel. Besonders im Landkreis Vulkaneifel kam es zu mehreren Feuerwehreinsätzen. Die Einsatzkräfte der Verbandsgemeinde Gerolstein wurden am Abend des 19. August zu mindestens vier Vorfällen gerufen.
Bei Müllenborn stürzte ein Baum auf eine Stromleitung. In der Nähe von Duppach, Stadtkyll und Kerpen blockierten weitere umgestürzte Bäume Straßen. Die Feuerwehren mussten die Fahrbahnen räumen und Gefahrenstellen sichern.
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