In Griechenland breitet sich das West-Nil-Virus, das durch infizierte Mücken übertragen wird, zunehmend aus. Nach Angaben der griechischen Gesundheitsbehörden wurden bis zum 20. August seit Jahresbeginn landesweit 157 Infektionsfälle registriert. 13 Menschen starben infolge der Erkrankung. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf tagesschau.
Besonders deutlich wird der Anstieg im Vergleich mit Ende Juli. Damals waren lediglich 42 Fälle bekannt. Damit hat sich die Zahl der registrierten Infektionen innerhalb weniger Wochen nahezu vervierfacht.
Auch das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) registriert eine anhaltende Zirkulation des Virus in mehreren europäischen Ländern. Fälle lokaler Übertragung wurden unter anderem in Italien, Griechenland, Spanien, Nordmazedonien, Rumänien, Frankreich und Deutschland festgestellt.
West-Nil-Virus breitet sich in mehreren Ländern Europas aus
Griechenland gehört derzeit zu den europäischen Staaten mit einer besonders auffälligen Zunahme der Infektionszahlen. Gleichzeitig werden auch aus Italien, Spanien und Nordmazedonien weitere Erkrankungen gemeldet.
Die epidemiologische Lage kann sich während der Mückensaison schnell verändern. Das ECDC aktualisiert deshalb regelmäßig seine Daten zur Verbreitung des West-Nil-Virus in Europa.
Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 wurden in Europa mehr als 1.100 lokal erworbene Infektionen gemeldet. Besonders viele Fälle entfielen damals auf Italien. Auch Griechenland war bereits in der vergangenen Saison betroffen.
Die meisten Infizierten haben keine Symptome
Das West-Nil-Virus wird hauptsächlich durch den Stich infizierter Mücken übertragen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch im normalen Alltag spielt dagegen keine relevante Rolle.
Rund 80 Prozent der Infizierten entwickeln keine erkennbaren Beschwerden. Bei anderen können Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskel- oder Gliederschmerzen auftreten.
Schwere Krankheitsverläufe sind deutlich seltener. In weniger als einem Prozent der Fälle kann das zentrale Nervensystem betroffen sein. Möglich sind unter anderem Hirnhautentzündungen oder Entzündungen des Gehirns.
Ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe besteht vor allem bei älteren Menschen sowie bei Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.
Behörden empfehlen konsequenten Schutz vor Mückenstichen
Angesichts der steigenden Fallzahlen rufen griechische Gesundheitsexperten dazu auf, Mückenstiche möglichst konsequent zu vermeiden. Der Epidemiologe und Professor der Universität Athen, Gkikas Magiorkinis, betonte insbesondere die regelmäßige Verwendung von Insektenschutzmitteln.
Empfohlen werden außerdem lange Kleidung, Moskitonetze an Fenstern und Türen sowie Maßnahmen gegen Brutstätten in der Umgebung von Häusern und Unterkünften. Dazu gehört insbesondere, stehendes Wasser in offenen Behältern zu vermeiden.
Ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen sollten besonders auf einen wirksamen Mückenschutz achten, da bei ihnen das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs erhöht sein kann.
lesen Sie auch: Moderna und Merck melden positive Phase-III-Daten für personalisierten Krebsimpfstoff gegen Melanom

