Das Kreuzfahrtschiff MS Anna Katharina, das auf einer siebentägigen Reise auf der Donau unterwegs war, ist nahe Wien verunglückt. Am Morgen des 24. Juli prallte das Schiff zunächst gegen einen Teil der Freudenauer Schleuse und anschließend gegen eine Kaimauer. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf Вild.
Bei dem Unfall wurden 14 Passagiere verletzt. Nach bisherigen Angaben handelt es sich bei den Betroffenen überwiegend um deutsche Staatsbürger. Auch Österreicher sollen unter den Verletzten sein.
Sechs Passagiere ins Krankenhaus gebracht
Ein Sprecher der Berufsrettung teilte mit, dass sechs verletzte Personen in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten. Durch die Wucht des Aufpralls stürzten Passagiere oder wurden gegen Möbel und andere Einrichtungsgegenstände in den Kabinen und Gemeinschaftsbereichen geschleudert.
Österreichischen Medien zufolge klagten mehrere Betroffene über Schmerzen im Rücken, im Nacken und im Brustbereich. Nach ersten Erkenntnissen erlitten sie vor allem Prellungen. Schwere oder lebensbedrohliche Verletzungen wurden nicht festgestellt.
Die übrigen Verletzten wurden direkt am Unfallort medizinisch versorgt.
Rund 200 Passagiere an Bord
An Bord der MS Anna Katharina befanden sich etwa 200 Menschen. Das Schiff absolvierte eine siebentägige Kreuzfahrt von Passau über Linz, Bratislava und Budapest und sollte anschließend zum Ausgangspunkt zurückkehren.
Der Unfall ereignete sich gegen vier Uhr morgens an der Freudenauer Schleuse im Wiener Raum. Warum das Kreuzfahrtschiff vom vorgesehenen Kurs abkam und gegen die Schleusenanlage prallte, ist bislang unklar.
Nach der ersten Kollision stieß das Schiff zusätzlich gegen eine Kaimauer. Feuerwehr und Rettungsdienste rückten mit einem größeren Aufgebot aus.
Einsatzkräfte suchten nach möglichen Vermissten
Rund 60 Einsatzkräfte waren an der Rettungsaktion beteiligt. Unmittelbar nach dem Unfall konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass Passagiere oder Besatzungsmitglieder über Bord gegangen waren.
Die Rettungskräfte durchsuchten deshalb das Wasser rund um das Schiff und die Schleusenanlage. Der Verdacht bestätigte sich jedoch nicht.
Nach Abschluss der Suche konzentrierten sich die Helfer auf die medizinische Versorgung der Verletzten und die Sicherung des Kreuzfahrtschiffes.
Bug des Schiffes erheblich beschädigt
Der Bug der MS Anna Katharina wurde bei der Kollision stark beschädigt. Ein Leck oder Wassereinbruch wurde nach bisherigen Angaben jedoch nicht festgestellt.
Das Schiff befindet sich weiterhin vor Ort und wird von den zuständigen österreichischen Schifffahrtsbehörden umfassend überprüft. Nach Abschluss der Kontrolle soll entschieden werden, ob es seine Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen kann oder abgeschleppt beziehungsweise repariert werden muss.
Auch die Schleusenkammer wurde beschädigt. Wie schwer die Schäden an der Anlage sind, wird derzeit untersucht.
Schleusenkammer möglicherweise bis Montag gesperrt
Die beschädigte Kammer der Freudenauer Schleuse soll voraussichtlich mindestens bis Montag geschlossen bleiben. Der übrige Schiffsverkehr auf diesem Abschnitt der Donau wird über die zweite Schleusenkammer umgeleitet.
Dadurch kann es zu Verzögerungen im Personen- und Güterverkehr kommen. Wie lange die Einschränkungen dauern, hängt vom Ergebnis der technischen Untersuchungen ab.
Nach Angaben des österreichischen Rundfunks ORF ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Untersucht werden sollen die genaue Unfallursache, der technische Zustand des Schiffes und das Verhalten der Besatzung vor der Kollision.
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