Angesichts der angekündigten Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 40 Grad sagen zahlreiche Städte und Gemeinden in Hessen Veranstaltungen für Samstag ab. Behörden und Organisatoren begründen die Entscheidungen mit dem Schutz von Besuchern, Ehrenamtlichen und Einsatzkräften. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf welt.
Tag des Bevölkerungsschutzes wegen Hitzewarnung abgesagt
Zu den größten abgesagten Veranstaltungen zählt der für den 27. Juni geplante Tag des Bevölkerungsschutzes in Bad Nauheim im Wetteraukreis. Stadt und Landkreis trafen die Entscheidung gemeinsam, nachdem eine offizielle Hitzewarnung ausgesprochen worden war.
Nach Angaben der Stadtverwaltung hätte die Durchführung der Veranstaltung bei den erwarteten Temperaturen erhebliche gesundheitliche Risiken für Besucher sowie für die Einsatzkräfte bedeutet. Deshalb habe der Schutz der Gesundheit Vorrang vor dem geplanten Programm.
Auch in Gießen findet der ursprünglich geplante Tag des Bevölkerungsschutzes nicht statt. Das Hessische Innenministerium sagte die Veranstaltung ab und verwies darauf, dass insbesondere die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer beim Auf- und Abbau sowie an den Informationsständen einer hohen körperlichen Belastung ausgesetzt wären. Gesundheitsrisiken sollten konsequent vermieden werden.
Auch KI-Veranstaltung und Polizeiaktion fallen aus
Die Hitzewelle wirkt sich auch auf weitere öffentliche Termine aus. In Marburg wurde die öffentliche Führung „Hessen spricht über KI“ abgesagt. Das Digitalministerium erklärte, die Entscheidung sei ausschließlich aus Gründen des Gesundheits- und Sicherheitsschutzes getroffen worden. Ein Ersatztermin soll zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.
Auch die Polizei reagiert auf die Wetterlage. In Nentershausen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wurde die geplante Fahrradcodierungsaktion im Rahmen des Tages der Gemeindefeuerwehr gestrichen. Nach Angaben der Polizei erfolgte die Absage bereits im Vorfeld wegen der angekündigten extremen Temperaturen.
Freigericht hält an der Veranstaltung fest – mit Einschränkungen
Nicht alle Kommunen verzichten vollständig auf ihre Veranstaltungen. In Freigericht soll der Tag des Bevölkerungsschutzes stattfinden, allerdings in deutlich kleinerem Umfang.
Wie Bürgermeister Waldemar Göbel erklärte, werden zwei Vertreter der Feuerwehr für lediglich zwei bis drei Stunden vor einem Supermarkt über den Bevölkerungsschutz informieren. Zudem wird geprüft, den Beginn der Aktion von 10.00 Uhr auf 9.00 Uhr vorzuverlegen. Sollte die Hitze stärker ausfallen als erwartet oder nur wenige Besucher erscheinen, kann die Veranstaltung vorzeitig beendet werden. Nach Angaben der Gemeinde hat die Gesundheit der Einsatzkräfte oberste Priorität.
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