Deutschland steht ein deutlicher Wetterumschwung bevor. Zunächst können sich in mehreren Regionen noch einmal kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen entwickeln. Lokal sind innerhalb kurzer Zeit Niederschlagsmengen von rund 50 Litern pro Quadratmeter möglich. Am Wochenende strömt anschließend kühlere Atlantikluft ein, wodurch die Temperaturen vielerorts auf 20 bis 25 Grad zurückgehen. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf web.
Feuchtwarme Luft erhöht die Unwettergefahr
Nach mehreren Tagen mit Gewittern, Starkregen und Hagel bleibt die Wetterlage in Deutschland zunächst angespannt. Warme und sehr feuchte Luftmassen breiten sich zunehmend in Richtung Nordosten aus. Gleichzeitig ist die Atmosphäre instabil, sodass sich erneut kräftige Gewitterzellen bilden können.
Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes sind in zahlreichen Bundesländern Gewitter mit heftigem Regen, Hagel und starken Windböen möglich. Einzelne Unwetter können lokal besonders intensiv ausfallen. Auch schwere Sturmböen lassen sich nach Angaben der Meteorologen nicht ausschließen.
Die stärksten Gewitter werden voraussichtlich nur begrenzte Gebiete treffen. Dort können sie jedoch innerhalb kurzer Zeit erhebliche Auswirkungen haben. Die genaue Lage und Zugrichtung einzelner Gewitterzellen lässt sich häufig erst wenige Stunden vor ihrem Auftreten bestimmen.
Bis zu 50 Liter Regen in kurzer Zeit möglich
Besonders problematisch könnte der erwartete Starkregen werden. Lokal können rund 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit fallen. Bei solchen Regenmengen besteht die Gefahr, dass Kanalisationen das Wasser nicht schnell genug aufnehmen können.
Straßen, Unterführungen, Keller und tiefer gelegene Grundstücke könnten überflutet werden. Das Risiko ist vor allem in Regionen erhöht, in denen die Böden nach vorherigen Regenfällen bereits stark durchnässt sind. Dort kann zusätzliches Wasser kaum noch versickern und fließt verstärkt oberirdisch ab.
Auch kleinere Bäche und Flüsse können bei intensiven Niederschlägen kurzfristig deutlich anschwellen. Autofahrer müssen mit Aquaplaning, eingeschränkter Sicht und überfluteten Straßenabschnitten rechnen.
Freitag bleibt warm und gewitteranfällig
Vor der erwarteten Abkühlung steigen die Temperaturen am Freitag in einigen Landesteilen noch einmal deutlich an. Regional sind Höchstwerte von bis zu 30 Grad möglich. Die Kombination aus Wärme, hoher Luftfeuchtigkeit und instabilen Luftschichten begünstigt die Entwicklung weiterer Gewitter.
Unwetterwarnungen könnten weite Teile Deutschlands betreffen. Welche Regionen tatsächlich von besonders kräftigen Gewittern getroffen werden, hängt von der Entwicklung der Luftmassen im Tagesverlauf ab.
Meteorologen weisen darauf hin, dass schwere Gewitter häufig kleinräumig auftreten. Während es an einem Ort nur leicht regnet, können wenige Kilometer entfernt Hagel, Sturmböen und große Regenmengen erhebliche Schäden verursachen.
Unwetter verursachten bereits Schäden
In den vergangenen Tagen hatten Gewitter in mehreren Regionen Deutschlands bereits zu zahlreichen Einsätzen von Feuerwehr und Rettungskräften geführt. Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet und umgestürzte Bäume blockierten Verkehrswege.
In Baden-Württemberg mussten Einsatzkräfte größere Äste und Baumstämme von Fahrbahnen entfernen. Teilweise wurden Fahrzeuge und Gebäude beschädigt. In mehreren Orten fiel zudem großer Hagel, der Straßen und Grundstücke zeitweise vollständig bedeckte.
Auch der Bahn- und Straßenverkehr kann durch umgestürzte Bäume, Wasseransammlungen oder beschädigte Oberleitungen beeinträchtigt werden. Kurzfristige Sperrungen und Verspätungen sind bei schweren Unwettern möglich.
Kühlere Atlantikluft erreicht Deutschland
Im weiteren Verlauf strömt von Nordwesten zunehmend kühlere Atlantikluft nach Deutschland. Dadurch gehen die Temperaturen in weiten Teilen des Landes zurück. Gleichzeitig sinkt die Wahrscheinlichkeit für schwere Gewitter.
Im Westen, Norden und in der Mitte wird die Luft schrittweise trockener. Dort setzt sich am Wochenende überwiegend ruhigeres und kühleres Wetter durch. Die Tageshöchsttemperaturen liegen meist zwischen 20 und 25 Grad.
An den Küsten und im Norden kann es deutlich frischer werden. Dichte Wolken, kräftiger Wind und niedrigere Temperaturen können zeitweise für einen frühherbstlichen Wettercharakter sorgen.
Im Süden bleiben Schauer und Gewitter möglich
In Süddeutschland hält sich die feuchtwarme Luft voraussichtlich länger. Deshalb können dort auch am Wochenende einzelne Schauer und Gewitter auftreten. Das Risiko schwerer Unwetter nimmt jedoch im Vergleich zu den Vortagen ab.
Zwischen sonnigen Abschnitten ziehen immer wieder Wolkenfelder durch. Örtlich kann es kurzzeitig kräftig regnen. Flächendeckender Dauerregen wird nach der aktuellen Wetterentwicklung jedoch nicht erwartet.
Die Temperaturen bleiben im Süden teilweise höher als im Norden. Dennoch wird auch dort die große Hitze zunehmend zurückgedrängt.
Abkühlung dauert zu Wochenbeginn an
Zu Beginn der neuen Woche bleibt Deutschland voraussichtlich unter dem Einfluss nordwestlicher Luftströmungen. Sie führen weiterhin vergleichsweise kühle Meeresluft vom Atlantik heran.
Eine schnelle Rückkehr hochsommerlicher Temperaturen zeichnet sich zunächst nicht ab. Das Wetter bleibt wechselhaft, mit einem Mix aus sonnigen Phasen, dichter Bewölkung und einzelnen kurzen Regenfällen.
Die Temperaturen liegen deutlich unter den Werten der vorherigen Hitzeperiode. Vor allem in den Nächten wird es vielerorts spürbar kühler.
Der Deutsche Wetterdienst rät dazu, regionale Warnmeldungen regelmäßig zu prüfen. Intensität, Zugbahn und genauer Zeitpunkt einzelner Gewitter können sich kurzfristig ändern.

