An diesem Wochenende könnten Menschen in Deutschland ein außergewöhnliches Naturschauspiel erleben. Nach Angaben der US-Wetterbehörde NOAA sorgt erhöhte Sonnenaktivität für starke geomagnetische Stürme, die Polarlichter weit südlich der üblichen arktischen Regionen sichtbar machen können. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf euronews.
Wo in Deutschland Nordlichter erwartet werden
Die besten Chancen auf Nordlichter werden für die Nacht vom 5. auf den 6. Juni prognostiziert. Besonders gute Beobachtungsmöglichkeiten bestehen im Norden Deutschlands, vor allem entlang der Nord- und Ostseeküste.
Zusätzlich begünstigt die Wetterlage das seltene Ereignis. Für den Samstagabend werden in vielen Regionen weitgehend wolkenfreie Bedingungen erwartet. Dadurch könnten die farbigen Lichtbänder sogar mit bloßem Auge erkennbar sein.
NOAA warnt vor starkem geomagnetischem Sturm
Die US-Behörde hat eine geomagnetische Sturmwarnung der Stufe G3 herausgegeben, die als stark eingestuft wird. Zeitweise könnte die Intensität sogar die Stufe G4 erreichen, die als sehr stark gilt.
Die Auswirkungen der Sonnenaktivität werden nicht nur in Kanada und den USA erwartet. Experten gehen davon aus, dass Polarlichter auch in mehreren Regionen Nordeuropas, darunter Deutschland, sichtbar sein könnten.
Zuletzt sorgten besonders eindrucksvolle Nordlichter Anfang 2025 in zahlreichen Bundesländern für Aufmerksamkeit.
Wie Polarlichter entstehen
Polarlichter entstehen, wenn geladene Teilchen aus der Sonne auf das Magnetfeld der Erde treffen. Während geomagnetischer Stürme gelangen diese Teilchen in die oberen Schichten der Atmosphäre und erzeugen dort leuchtende Bänder in Grün-, Rot- und Violetttönen.
Auf der Nordhalbkugel wird dieses Naturphänomen als Aurora Borealis oder Nordlicht bezeichnet.
So lassen sich die Nordlichter am besten beobachten
Astronomen empfehlen Orte mit möglichst wenig Lichtverschmutzung und freier Sicht nach Norden. Besonders außerhalb größerer Städte sind die Bedingungen für Beobachtungen günstiger.
Außerdem können Smartphone-Kameras die Farben der Nordlichter oft deutlicher erfassen als das menschliche Auge. Dank Nachtmodus und längerer Belichtungszeiten nehmen moderne Kameras mehr Licht auf und machen Details sichtbar, die bei direkter Betrachtung kaum zu erkennen sind.
Sonnenstürme können technische Systeme beeinträchtigen
Neben den spektakulären Lichteffekten können starke geomagnetische Stürme auch Auswirkungen auf technische Infrastruktur haben. Möglich sind Störungen bei Satelliten, Navigationssystemen und Kommunikationsnetzen.
Ein bekanntes Beispiel ereignete sich im Jahr 2022, als Dutzende Starlink-Satelliten kurz nach ihrem Start infolge eines Sonnensturms verloren gingen.
Fachleute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) weisen darauf hin, dass starke geomagnetische Störungen zudem Stromnetze, digitale Dienste, Finanzsysteme sowie technische Anlagen in Medizin und Industrie beeinträchtigen können.
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