Es ist eine der begehrtesten Rollen in Hollywood, die nicht nur schauspielerisches Talent, sondern auch enorme physische Präsenz erfordert. Nun gibt es den ersten visuellen Beweis: Sophie Turner tritt das Erbe als Lara Croft an. Für Amazon Prime Video ist dies mehr als nur eine Serie – es ist der Versuch, ein globales Milliarden-Franchise neu zu definieren.
In der Welt der digitalen Medien und großen Markenrechte, über die wir auch auf Bankrecht-ratgeber.de im Kontext von Wirtschaftswerten berichten, spielen intellektuelle Eigentumsrechte (IPs) eine zentrale Rolle. „Tomb Raider“ gehört zu den wertvollsten Marken der Popkultur. Nachdem Amazon sich die Rechte gesichert hatte, war die Spannung groß, wer die Nachfolge von Angelina Jolie und Alicia Vikander antreten würde. Die Wahl fiel auf „Game of Thrones“-Star Sophie Turner, und das erste veröffentlichte Bildmaterial deutet auf eine düstere, geerdete Interpretation der Archäologin hin.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Der neue Look
Das von Amazon veröffentlichte Foto zeigt Turner nicht in der oft überzeichneten Pose der frühen Videospiele, sondern mitten im Geschehen. Sie trägt ein schlichtes graues Tanktop, ihr Gesicht und Körper sind von Schmutz und Schweiß gezeichnet – ein klares Signal für die Ausrichtung der Serie. Es geht um Überleben, Härte und Realismus.
Wie The Hollywood Reporter berichtet, markiert dieses Bild den offiziellen Startschuss für die Marketingkampagne der Serie, die unter der kreativen Leitung von Phoebe Waller-Bridge entsteht. Waller-Bridge, die für ihren scharfsinnigen Humor und komplexe Frauenfiguren in „Fleabag“ und „Killing Eve“ bekannt ist, versprach bereits im Vorfeld eine Lara Croft, die nicht nur eine Action-Ikone ist, sondern ein Mensch mit Ecken und Kanten. Das Foto unterstreicht diesen Anspruch visuell: Hier steht keine unnahbare Superheldin, sondern eine Frau, die sich ihren Weg physisch erkämpfen muss.
Hohe Erwartungen an das Franchise
Für Amazon Prime Video steht viel auf dem Spiel. Nach den gemischten Reaktionen auf andere Großproduktionen muss „Tomb Raider“ sowohl Kritiker als auch die treue Fanbasis der Videospiele überzeugen. Sophie Turner bringt dafür die nötige Starpower mit. Ihre Darstellung der Sansa Stark bewies bereits, dass sie die Entwicklung von einem verletzlichen Mädchen zu einer mächtigen Anführerin glaubhaft verkörpern kann – eine Parallele zur modernen „Tomb Raider“-Erzählweise, die sich oft auf die Ursprünge der Heldin konzentriert.
Die Produktion reiht sich in einen Trend ein, bei dem Videospieladaptionen wie „The Last of Us“ oder „Fallout“ nicht mehr als bloßes Merchandise-Vehikel gesehen werden, sondern als ernstzunehmende Prestige-Dramen. Die Verpflichtung von Waller-Bridge als Autorin und Executive Producerin signalisiert, dass Amazon hier auf Qualität und narrative Tiefe setzt, statt nur auf schnelle Actionsequenzen.
Ein neues Kapitel für Lara Croft
Die Reaktionen auf die Besetzung waren bereits bei der Ankündigung überwiegend positiv, doch erst das Bewegtbild wird zeigen, ob Turner die physische Intensität der Rolle tragen kann. Die Dreharbeiten laufen auf Hochtouren, und Branchenbeobachter rechnen damit, dass die Serie zu einem der Zugpferde des Streamingdienstes werden soll. Ob die Serie näher an den klassischen Spielen oder der modernen „Survivor“-Trilogie von Crystal Dynamics angelehnt sein wird, bleibt abzuwarten. Das erste Bild gibt zumindest die Richtung vor: Es wird dreckig, es wird intensiv, und Sophie Turner ist bereit für das Grabräuber-Abenteuer.

