Ein katholischer Priester aus Oberursel im deutschen Bundesland Hessen hat nach 37 Jahren seinen Dienst beendet. Grund dafür ist eine langjährige Beziehung zu einer Frau, die er nun öffentlich gemacht hat. Nach seinem Bekenntnis wurde der Geistliche von seinen kirchlichen Aufgaben entbunden. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf Вild.
Priester hielt seine Beziehung jahrelang geheim
Nach Angaben der „Bild“ führte der Mann über viele Jahre eine Beziehung mit seiner Partnerin, sprach darüber jedoch nicht öffentlich. Für katholische Priester des lateinischen Ritus gilt grundsätzlich die Verpflichtung zum Zölibat. Sie dürfen demnach nicht heiraten und sollen sexuell enthaltsam leben.
Nachdem der Priester seine Beziehung öffentlich gemacht hatte, konnte er seinen bisherigen Dienst in dieser Form nicht fortsetzen. Nach fast vier Jahrzehnten in der Kirche gab er schließlich sein Amt auf.
Der ehemalige Geistliche plant nun, seine langjährige Partnerin zu heiraten.
Fall entfacht erneut Debatte über den Zölibat
Der Fall aus Oberursel rückt erneut die Diskussion über den Pflichtzölibat in der katholischen Kirche in den Mittelpunkt. In Deutschland wird seit Jahren darüber gestritten, ob diese Regel angesichts des zunehmenden Priestermangels noch zeitgemäß ist.
Viele katholische Gemeinden haben inzwischen Schwierigkeiten, ausreichend Geistliche zu finden. Priester betreuen daher teilweise mehrere Pfarreien gleichzeitig, während Gemeinden zusammengelegt und kirchliche Strukturen neu organisiert werden.
Der Zölibat bleibt dennoch für die meisten katholischen Priester des lateinischen Ritus verpflichtend. Gleichzeitig gibt es innerhalb der katholischen Kirche Ausnahmen, etwa für bestimmte verheiratete Geistliche, die aus anderen christlichen Konfessionen zur katholischen Kirche übergetreten sind.
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