In Deutschland wird das Netz der Geldautomaten schrittweise kleiner. Ende 2025 gab es rund 48.000 Automaten mit Bargeldauszahlungsfunktion. Das waren etwa 3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, als noch rund 49.700 Geräte verfügbar waren. Schreibt bankrecht-ratgeber mit Bezug auf chip.
Gleichzeitig bezahlen die Menschen in Deutschland immer häufiger mit Karte oder anderen bargeldlosen Zahlungsmethoden. Die Veränderungen wirken sich auch auf die klassische Bargeldinfrastruktur der Banken aus. Besonders in kleineren Städten und ländlichen Regionen kann der Rückgang der Geldautomaten spürbar werden, wenn die Entfernung zum nächsten Automaten oder zur nächsten Bankfiliale größer wird.
Kartenzahlungen in Deutschland nehmen deutlich zu
Nach Angaben der Deutschen Bundesbank wurden 2025 mit Karten deutscher Zahlungsdienstleister rund 14,5 Milliarden Zahlungen durchgeführt. Das entspricht einem Anstieg von etwa 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Kartenzahlungen machten inzwischen rund 43 Prozent aller Zahlungen von Nichtbanken aus. Damit setzt sich der Wandel des Zahlungsverhaltens in Deutschland fort.
Parallel dazu nimmt die Infrastruktur für klassische Bargeldgeschäfte ab. Neben den rund 48.000 Geldautomaten sank auch die Zahl der Selbstbedienungsterminals für Überweisungen. Ende 2025 waren davon noch rund 21.700 Geräte verfügbar.
Währenddessen stieg die Zahl der Kartenzahlungsterminals im Einzelhandel weiter an. Damit verschiebt sich die Zahlungsinfrastruktur zunehmend in Richtung bargeldloser Angebote.
Warum Banken weniger Geldautomaten betreiben
Der Rückgang der Geldautomaten hängt unter anderem mit der zunehmenden Digitalisierung des Zahlungsverkehrs zusammen. Je häufiger Kunden Karten, Smartphones oder Onlinebanking nutzen, desto geringer wird die Auslastung bestimmter klassischer Bankangebote.
Für Banken verursachen Geldautomaten zudem laufende Kosten. Die Geräte müssen gewartet, repariert, mit Bargeld versorgt und gegen Manipulation sowie Einbruch geschützt werden.
Trotz des Trends zum bargeldlosen Bezahlen bleibt Bargeld für viele Menschen wichtig. Deshalb spielt die Erreichbarkeit von Geldautomaten insbesondere außerhalb großer Städte weiterhin eine Rolle.
Bargeld gibt es auch an der Supermarktkasse
Der Rückgang der Geldautomaten wird teilweise durch sogenannte Cashback-Angebote im Einzelhandel ausgeglichen. In zahlreichen Supermärkten, Discountern und Drogerien können Kunden beim Bezahlen ihrer Einkäufe gleichzeitig Bargeld abheben.
Zu den Anbietern gehören unter anderem Rewe, Edeka, Aldi, Lidl, Penny, Rossmann und dm. Auch einige Tankstellen bieten diesen Service an.
Die Bedingungen unterscheiden sich allerdings je nach Händler. Teilweise ist ein bestimmter Mindestumsatz erforderlich. Auch die unterstützten Karten und die maximale Auszahlungssumme können variieren.
In vielen Fällen können Kunden bis zu 200 Euro Bargeld erhalten. Der Betrag wird zusammen mit dem Einkauf über die Karte abgerechnet und anschließend an der Kasse ausgezahlt.
Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Händler
Einheitliche Vorgaben für alle Geschäfte gibt es nicht. Während bei einigen Händlern bereits ein sehr kleiner Einkaufsbetrag ausreicht, verlangen andere einen Mindestumsatz von mehreren Euro.
Auch bei den akzeptierten Karten gibt es Unterschiede. Neben der Girocard werden je nach Händler teilweise auch Visa- oder Mastercard-Debitkarten unterstützt.
Wer Bargeld an der Ladenkasse abheben möchte, sollte deshalb die jeweiligen Bedingungen des Händlers beachten. Für Kunden bietet das Verfahren die Möglichkeit, Einkaufen und Bargeldabhebung miteinander zu verbinden, ohne zusätzlich einen Geldautomaten aufsuchen zu müssen.
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